KFC Uerdingen verliert gegen den VfL Bochum: Teamchef Stefan Reisinger angefressen

0:2-Niederlage beim VfL Bochum : Reisinger nach verpatzter Generalprobe des KFC angefressen

Am Sonntag geht es für den KFC Uerdingen wieder um Punkte. Soll es gegen Bayern München II nicht ein böses Erwachen geben, muss sich die Mannschaft deutlich steigern.

Es ist ein, maximal zwei Grad über dem Gefrierpunkt, Mittwoch Vormittag, elf Uhr, diesig, das Flutlicht brennt. Aber wenn das angeht, kommen sie im Ruhrgebiet zum Platz, auch diesmal. 500 Zaungäste verfolgen das Testspiel zwischen dem VfL Bochum und dem KFC Uerdingen, das der Zweitligist verdient mit 2:0 gewinnt. Mit einem Doppelschlag hat er in der Anfangsphase die entscheidenden Treffer markiert, die Gäste haben den Auftakt schlichtweg verschlafen.Damit hat der Drittligist seine Generalprobe vor dem ersten Meisterschaftsspiel des Jahres 2020 am Sonntag (14 Uhr) gegen den FC Bayern München II verpatzt. Soll die Premiere gelingen, müssen die Blau-Roten zulegen. Vor allem die erste Garnitur des KFC, der in der Halbzeit komplett durchwechselte, enttäuschte. Nach dem frühen Rückstand durch Treffer von Danny Blum, der schön in die Schnittstelle startete und Torhüter Lukas Königshofer austanzte, und dem Flachschuss von Vitaly Janelt von der Strafraumgrenze fingen sich die Gäste zwar, was die Defensivarbeit anbelangt, doch was sie offensiv boten, war viel zu wenig. Nur drei Mal kamen sie in Strafraumnähe, das VfL-Tor geriet nicht ein einziges Mal ernsthaft in Gefahr.

Die zweite Garnitur des KFC machte es nach der Pause besser. Riajd Kobiljar belebte das Spiel, Patrick Pflücke, Christian Kinsombi, Hakim Guenouche und Adriano Grimaldi kamen wenigstens mal zum Abschluss.

„Bochum hat verdient 2:0 gewonnen“, konstatierte Teamchef Stean Reisinger. „Wir waren nicht griffig, haben zu wenig miteinander gesprochen. Der eine oder andere hatte vielleicht schon den kommenden Sonntag im Kopf, aber da dürfen wir uns so nicht verkaufen, sonst wird das kein schöner Sonntag für uns.“

Trainer Daniel Steuernagel pflichtete ihm bei. „In der zweiten Halbzeit war es besser“, sagte der Coach. „Aber wir müssen aktiver sein, die Räume besser belaufen. Die Gegentore sind viel zu einfach gefallen, da müssen wir einfach dabei sein. Aber das war vom Engagement her nach der Pause besser.“ Daran hatten auch die beiden Debütanten im KFC-Trikot ihren Anteil. Der Bosnier Rijad Kobiljar präsentierte sich nicht nur lauffreudig, sondern war auch gewillt, offensiv Akzente zu setzen. Der Litauer Edvinas Girdvainis erwies sich in der Abwehr als körperlich präsent und robust. „Rijad wollte gleich den Ball, das ist nicht selbstverständlich für einen, der völlig neu in eine Mannschaft kommt.“