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KFC Uerdingen verliert gegen Angstgegner 1. FC Kaiserslautern 0:2

0:2-Niederlage zum Jahresschluss : KFC Uerdingen knickt gegen Angstgegner Kaiserslautern ein

Der KFC Uerdingen hat sich mit einer schmerzlichen Niederlage aus dem Jahr 2020 verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer verlor gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:2. Philipp Hercher und Marlos Ritter trafen bereits vor der Pause.

Der KFC Uerdingen wollte die englische Woche mit einem Sieg vergolden, das Jahr positiv abschließen. Das ist ihm gegen den 1. FC Kaiserlautern nicht gelungen. Die Blau-Roten verloren mit 0:2 (0:2) und verpassten somit die Chance, den Anschluss an die Spitzengruppe herzustellen. Und Stefan Krämer muss auf seinen 100. Sieg als Drittliga-Trainer bis zum Jahr 2021 warten. So bitter die Niederlage war, verdient war sie allemal, weil die Gäste wacher und bissiger waren. Für die krisengeschüttelten Pfälzer war es der erste Erfolg nach vier sieglosen Spielen.

Das hat es seit Jahren nicht gegeben: Die Uerdinger traten zum dritten Mal in Folge in unveränderter Aufstellung an. Das hatte es in der 3. Liga seit dem Wiederaufstieg jedenfalls noch nicht gegeben. Möglich wurde dies aufgrund der zuletzt starken Leistungen in Dresden (0:0), gegen Türkgücü München (1:0) sowie in Köln (2:0) und weil die Spieler vom Verletzungspech verschont blieben. So konnte Trainer Stefan Krämer abgesehen von den vier Langzeitverletzten Jan Kirchhoff, Osayamen Osawe, Gustav Marcussen und Omar Haktab Traore aus dem Vollen schöpfen. „Die Spieler sind auch vor dem letzten Spiel der englischen Woche körperlich topfit, und die zuletzt gezeigten Leistungen geben mir keinen Grund zu wechseln“, sagte Krämer, der vor der Begegnung ein klares Ziel ausgegeben hatte: „Wir wollen das Jahr mit einem Sieg zum Abschluss beenden.“

Zur guten Stimmung in Uerdingen hatten in den vergangenen Tagen aber nicht nur die erfreulichen Resultate, sondern auch KFC-Präsident Mikhail Ponomarev beigetragen, der Zahlungen geleistet und die Verhandlungen mit Investoren aus Armenien vorangetrieben hatte. „Wir konzentrieren uns nur auf das, was wir beeinflussen können“, meinte der Coach zu all den Nebenkriegsschauplätzen.

Die Uerdinger fanden, wie schon drei Tage zuvor in Köln, nur schwer ins Spiel. Das blieb diesmal gegen den Angstgegner der vergangenen Saison (0:3, 0:4) aber nicht folgenlos. So hatten die Pfälzer die beiden ersten Gelegenheiten durch Marlon Ritter, der das Tor knapp verfehlte, und Marvin Pourie, der den Ball verpasste. Da passte es ins Bild, dass Peter van Ooijen bereits nach zwölf Minuten das Feld verletzt verlassen musste.  Für ihn kam Kolja Pusch. Die Gastgeber bekamen das Spiel in der Folge besser in Griff und auch zu ihrer ersten Chance: Mike Feigenspans Schuss wehrte Torhüter Avdo Spahic ab, der Nachschuss von Heinz Mörschel landete am Außenpfosten.

Nach einer halben Stunde nutzten die Roten Teufel einen Eckball zur Führung. Hussein Redondo brachte den Ball in den Strafraum, Tim Rieder verlängerte und Philipp Hercher vollstreckte. Es war der erste Gegentreffer nach 312 Minuten, den KFC-Keeper Hidde Jurjus kassierte. Doch nur drei Minuten später musste er den Ball erneut aus dem Netz holen, als der ehemalige Düsseldorfer Marlon Ritter mit dem 2:0 bereits für die Vorentscheidung sorgte.

Nach dem Wechsel mühten sich die Uerdinger, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch blieb er ihnen versagt, weil es an Kreativität und Mut im Abschluss mangelte. Die Lauterer hingegen legten in der Defensive groen Wert auf Stabilität. Dass ihnen bei ihren Kontern kein dritter Treffer gelang, war das Verdienst von KFC-Keeper Jurjus.

Die Uerdinger bestreiten ihr nächstes Meisterschaftsspiel am 9. Januar 2021 beim 1. FC Magdeburg.