0:2-Niederlage beim VfB Hilden KFC Uerdingen findet überhaupt nicht ins Spiel

Hilden · Der KFC Uerdingen kommt einfach nicht in die Spur. Die Mannschaft von Trainer Marcus John verlor nach engagierter, aber schwacher Leistung beim VfB Hilden verdient mit 0:2. Die Blau-Roten müssen nach zwei Monaten ihre Ansprüche überdenken.

 Der KFC Uerdingen strauchelt beim VfB Hilden: hier stoppt Fabian zur Linden Stürmer Dimitrios Touratzidis.

Der KFC Uerdingen strauchelt beim VfB Hilden: hier stoppt Fabian zur Linden Stürmer Dimitrios Touratzidis.

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Oliver Kaelke

Nach drei Spielen ohne Niederlage wollte der KFC Uerdingen zumindest dieser kleine positive Serie fortsetzen. Das ist ihm nicht gelungen. Die Mannschaft von Trainer Marcus John verlor beim VfB Hilden vor 800 Zuschauern, davon mehr als die Hälfte aus Uerdingen, verdient mit 0:2 (0:1). Damit geraten die Saisonziele des Traditionsvereins nach nur zwei Monaten in sehr weite Ferne.

Uerdingens Trainer Marcus John hatte seine Anfangsformation gegenüber dem 4:3-Sieg gegen den SV Straelen auf zwei Positionen geändert: für Maik Odenthal und Gianluca Rizzo durfte Levan Kenia und Pascal Weber von Beginn an ran. Damit war deutlich, dass die Gäste vielleicht sogar noch etwas offensiver agieren wollten. Das war risikoreicher, doch die Blau-Roten müssen ins Risiko gehen, wenn sie tatsächlich noch einmal den Anschluss an die vorderen Ränge herstellen wollen.

Die Gäste wurden mit dem ersten Vorstoß der Gastgeber ins Mark getroffen. Das Wort Vorstoß ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn KFC-Verteidiger Michael Blum, der zunächst noch auf der Linie retten konnte, beklagte heftig, dass dem Treffer von Amin Bouzraa im Nachschuss, ein Foul voraus gegangen war, das zumindest der Assistent hätte sehen müssen. Zehn Minuten später hätte die Gastgeber allerdings auf 2:0 erhöhen müssen, als sich Pepijn Schlösser von Said Harouz vernaschen ließ und Maurice Haar in höchster Not für den schon geschlagenen Torhüter Robin Udegbe größeres Unheil verhinderte. 100 Sekunden später parierte der Keeper dann einen gefährlichen Schuss von Patrick Percoco. Die beste Chance hatte der KFC fünf Minuten vor der Pause nach schöner Vorarbeit von Weber, als Justin Klein und Dimitrios Touratzidis den Ball jedoch nicht übe die Linie bekamen. So war die Pausenführung des VfB gegen die offensiv harmlosen und defensiv arg wackeligen Uerdinger absolut verdient.

Nach dem Wechsel kam Odenthal für Ribeiro, womit der KFC noch offensiver und nun auch dominanter wurde, ohne aber zunächst zu Chancen zu gelangen. Es war ungestüm und wenig durchdacht, was die Gäste boten, dem Druck geschuldet und doch enttäuschend. Die Entscheidung fiel in der 72. Minute, nachdem Odenthal ein allerdings schlechtes Zuspiel von Udegbe verschlafen hatte. Aus dem Ballverlust resultierte der zweite Gegentreffer durch Bouzraa. Der KFC mühte sich, doch mehr war an diesem Tag nicht möglich und die Niederlage daher verdient.