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KFC Uerdingen verabschiedet acht Spieler und baut seinen Kader um

Enttäuschende Saison : KFC Uerdingen baut seinen Kader um

Der KFC Uerdingen trennt sich von Viktoria Köln 1:1 und belegt in der 3. Liga am Saisonende den 13. Tabellenplatz. Trainer Stefan Krämer ist mit der Leistung zufrieden, will den Kader aber verändern. Acht Spieler sind schon weg.

Als der Schlusspfiff ertönt, sind die Reaktionen unterschiedlich. Einige Spieler lassen sich nach dem 1:1 (1:0) zwischen dem KFC Uerdingen und Viktoria Köln auf dem Rasen nieder, um erst einmal durchzuatmen, andere marschieren schnurstracks in die Kabine. Trainer Stefan Krämer geht auf die Spieler zu, bedankt sich für ihre Leistung. Die war für ihn nicht selbstverständlich: „Es war kein typischer Sommerkick, beide Mannschaften wollten gewinnen. Und dass die Spieler auf der letzten Rille gelaufen sind, ist doch klar. Wer das nach elf Spielen im Drei-Tages-Rhythmus nicht versteht, hat keine Ahnung vom Fußball.“

Mit dieser Meinung stand er nicht alleine da. Sein Kollege Pavel Dotchev hatte es ähnlich gesehen. „Es war für beide schwierig, sich im letzten Saisonspiel zu motivieren. Trotzdem war es ein intensives Spiel mit zahlreichen Chancen. Es war ein verdientes Unentschieden.“

Die Uerdinger waren nach nur elf Minuten in Führung gegangen – wieder einmal. Diesmal hatten sie eine Standardsituation genutzt. Einen Freistoß von Christian Dorda hatte Assani Lukimya mit dem Kopf ins Tor verlängert. Doch mit 1:0 hatte der KFC nach der Coronapause auch schon gegen Magdeburg (1:1), 1860 München (1:3), Duisburg (1:1), Würzburg (1:2) und Chemnitz (1:1) geführt und nicht gewonnen. Auch diesmal kassierten die Uerdinger noch den Ausgleich. Dadurch blieb die Mannschaft auch im zehnten Spiel in Folge ohne Sieg, von denen vier verloren gingen.

„Wir müssen sehr schnell eine sehr saubere Analyse erstellen“, sagte Trainer Krämer mit blick auf das Saisonende. „Wir werden die Dinge benennen, die nicht so gut gelaufen sind und den Kader ein bisschen umbauen. Wir dürfen auch nicht so viele verletzte Spieler auf einmal haben. In der nächsten Saison werden wir eine andere Mannschaft sehen. Der Prozess läuft schon länger, ich bin da sehr optimistisch.“

Inzwischen haben sich die Blau-Roten auch bereits von acht Spielern getrennt. Als einzigem wurde Jean-Manuel Mbom ein Kranz geflochten. „Danke für unbändigen Einsatz, riesigen Kampfgeist und den Charakter eines Großen – und das, trotz des zarten Alters von erst 20 Jahren“, heißt es auf der Homepage des Vereins. „Der KFC Uerdingen wünscht alles Gute in der Bundesliga bei Werder Bremen. Wir sind uns sicher, dass Mbom seinen Weg machen wir und freuen uns auf ein Wiedersehen!“

Nicht verlängert werden die Verträge von Tom Boere, Dennis Daube, Patrick Pflücke, Selim Gündüz und Khalil Mohammad; zudem verlassen die ausgeliehenen Franck Evina und Boubacar Barry den Klub. Anerkennung wurde Daube und Barry zuteil, indem sie noch einmal mitspielen durften. Anschließend gab es noch ein Bier in der Kabine, dann gingen die Spieler auseinander. Diejenigen, die nicht im Kader standen und den Verein verlassen, hatten ihr letztes Treffen bereits beim Training am Freitag gehabt.