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KFC Uerdingen unterliegt den Würzburger Kickers in Unterzahl mit 1:2

In Unterzahl : KFC Uerdingen unterliegt Würzburg mit 1:2

Der KFC Uerdingen verliert gegen die Würzburger Kickers mit 1:2. Ali Ibrahimaj bringt die Gastgeber zwar in Führung, doch nach dem Ausgleich folgt zwei Minuten vor Schluss auch noch das Siegtor für die Gäste. Der KFC ist zu dem Zeitpunkt nach einer gelb-roten Karte nur noch zu zehnt.

Kaum etwas sprach für den KFC Uerdingen. Die Gastgeber waren seit sechs Spielen ohne Sieg und die drittschlechteste Heimmannschaft der Liga. Da war ein Dreier für die Würzburger Kickers, die aus den fünf Begegnungen zuvor 13 Punkte geholt hatten und aufsteigen wollen, quasi Pflicht. Doch die Uerdinger boten eine ansprechende, kämpferisch sehr starke Leistung und mussten sich erst kurz vor Schluss mit 1:2 geschlagen geben. Das war bitter, denn einen Punkt hatten die Uerdinger aufgrund ihrer Leistung durchaus verdient.

Uerdingens Trainer Stefan Krämer war nach der 0:4-Schlappe in Kaiserslautern mit dem Ergebnis natürlich unzufrieden. „Aber die Leistung war so schlecht nicht“, meinte er angesichts der Überlegenheit und der spielerischen Leistung. Natürlich war ihm nicht verborgen geblieben, dass seine Mannschaft kaum eine Chance herausgespielt hatte. „Aber das ist ohne Stürmer auch nicht ganz leicht. Bis zum Strafraum war das ganz nett. Aber dann fehlte es uns einfach an Durchschlagskraft.“

Doch personelle würde sich daran gegen die Würzburger Kickers nichts ändern, denn die drei Torjäger Tom Boere, Osayamen Osawe und Adriano Grimaldi fallen weiterhin aus. Für Dominic Maroh, der in Kaiserslautern nach einer Viertelstunde mit einer Zerrung ausschied, ist die Saison beendet. Und natürlich fehlen Kapitän Jan Kirchhoff und Torhüter Lukas Königshofer weiterhin.

Nach sechs Spielen ohne Sieg waren die Gastgeber gegen den Aufstiegskandidaten natürlich krasser Außenseiter. „Würzburg ist für mich momentan mit Abstand die beste Mannschaft in der gesamten Liga. Sie machen viele Sachen sehr, sehr gut" , sagte Krämer vor dem Spiel. „Aber wir wollen die Saison, auch wenn es für uns tabellarisch nicht mehr um allzu viel geht, ordentlich zu Ende bringen und werden versuchen, unser Heimspiel zu gewinnen."

Krämer hatte aber auch eine Überraschung parat. Kevin Großkreutz stand erstmals seit dem 26. Januar wieder beim Anpfiff auf dem Platz, zum neunten Mal in dieser Saison. „Er hat seine Sprunggelenksverletzung auskuriert“, erklärte der Coach, der den Weltmeister von 2014 als rechten Verteidiger aufbot und ihm den Vorzug gegenüber Alexander Bittroff gab. Insgesamt hatte Krämer seine Anfangsformation gegenüber der Begegnung auf dem Betzenberg auf sechs Positionen verändert und die Defensive erheblich verstärkt.

Der KFC stand zehn Minuten rcht sicher, doch dann hatten die Gäste die beiden ersten guten Chancen. Nach einem Pass hinter die Viererkette stand Fabio Kaufmann allein vor Torhüter René Vollath, der, wie schon gegen Duisburg, das Duell für sich entschied. Wenig später verfehlte ein Kopfball von Sebastian Schuppan nach einem Freistoß nur knapp das Ziel. Im Gegenzug machten es die Uerdinger besser und gingen nach Zuspiel von Hakim Guenouche durch Ali Ibrahimaj in der 17. Minute überraschend in Führung. Die Kickers antworteten prompt. Leroy Kwadwo lief dem 20 Jahre alten Guenouche davon und die Flanke wuchtete Kaufmann per Kopf in der 26. Minute unhaltbar zum Ausgleich ins Netz. Mit dem gerechten Resultat ging es in die Halbzeitpause.

Die Gäste musste nach dem Wechsel kommen, doch die erste gute Möglichkeit hatte der eingewechselte Boubacar Barry, der die Flanke jedoch um Zentimeter verfehlte. In der 53. Minute stand dann der wenig souveräne Schiedsrichter Patrick Kessel im Blickpunkt, der Jean-Manuel Mbom für ein Allerweltsfoul mit der gelb-roten Karte bestrafte. Dadurch nahm der Druck zu, doch der KFC stand gut und lauerte auf Konter. Der eingewechselte Patrick Pflücke hätte dabei sogar um ein Haar Erfolg gehabt. Am Ende war es eine Abwehrschlacht, in der die Uerdinger viel Herzblut bewiesen. Kevin Großkreutz, der nach einer Stunde das Feld verließ, bot eine ordentliche Leistung und stand damit sinnbildlich für das Uerdinger Team.

Am kommenden Freitag (19 Uhr) erwartet der KFC Uerdingen den Abstiegskandidaten Chemnitzer FC.