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KFC Uerdingen unterliegt dem SC Verl 1:2 und vermasselt englische Woche

1:2-Niederlage gegen Verl : KFC Uerdingen vermasselt die englische Woche

Für den KFC Uerdingen war es eine bittere englische Woche. Zum Abschluss unterlag die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer dem SC Verl 1:2. Peter van Ooijen hatte die Gastgeber nach der Pause in Führung gebracht, doch Berkan Taz und Zlatko Janjic drehten die Partie.

Durch die bittere 0:1-Heiniederlage gegen Halle hatte sich der KFC Uerdingen seine zuvor gute Ausgangsposition geschmälert. Entsprechend stand die Mannschaft gegen den SC Verl unter Erfolgszwang. Wollte sie die englische Woche nicht vermasseln, musste sie gegen die Ostwestfalen punkten. Sie kam mit dem Druck zunächst gut zurecht, machte ihre Arbeit aber durch zwei grobe Abwehrfehler zunichte und verlor mit 1:2 (0:0).

Trainer Stefan Krämer hatte zwar seine Zufriedenheit mit der Leistung, natürlich nicht mit dem Ergebnis nach der 0:1-Niederlage gegen Halle zum Ausdruck gebracht, doch erfolgte eine deutliche Reaktion. Verteidiger Christian Dorda gehörte nicht dem Kader an. Er soll sich im Abschlusstraining verletzt haben. Der 31 Jahre alte Verteidiger ist der Dauerbrenner beim KFC. Allerdings hat er in dieser Saison nicht derart stabil gespielt wie man es aus der Vergangenheit von ihm gewohnt ist. Gegen Halle wurde ihm der Gegentreffer angekreidet. Gestern pausierte er. Das war gleichermaßen überraschend wie schwierig, weil die Position des linken Verteidigers als einzige im Uerdinger Kader nicht doppelt besetzt ist. Gino Fechner, der in Kaiserslautern schon einmal auf der Position gespielt hat, nahm sie ein und machte seine Sache gut.

Es sollte aber noch drei weitere Änderungen in der Startformation geben: Jan Kirchhoff sollte wieder für Edvinas Girdvainis in der Viererkette zum Einsatz kommen, doch verletzte sich Kirchhoff beim Aufwärmen. Aber Muhammed Kiprit kam im Sturmzentrum für Adriano Grimaldi und Christian Kinsombi im Mittelfeld für Peter van Ooijen; zudem Gustav Marcussen für Dorda, doch spielte der Däne im offensiven Mittelfeld, während Gino Fechner von der Sechser-Position zurückgezogen wurde.

Bei aller Zufriedenheit mit den bisherigen Saisonleistungen hat Krämer auch die Resultate im Blick: „Die Leistungen waren okay, schließlich ist das eine neue Mannschaft, dafür war das schon relativ stabil. Aber drei Punkte fehlen uns.“ Damit deutete der Coach an, dass gegen den starken Aufsteiger, der beim Anpfiff zwei Punkte vor dem KFC rangierte, ein Dreier her musste.

Entsprechend engagiert und offensiv begannen die Blau-Roten, die nach zehn Minuten erstmals jubelten, aber sich zu früh freuten, denn Torschütze Muhammed Kiprit stand im Abseits. Auf der anderen Seite hatte Verl eine Chance, als Yildirim einen Schuss von Rabihic abfälschte. Da auch ein Kopfball von Heinz Mörschel nach einer Hereingabe von Kolja Pusch das Ziel verfehlte, ging es torlos, aber leistungsgerecht in die Pause. Für Gustav Marcussen war die Partie bereits kurz vor dem Pausentee beendet; er schied mit einer Fußprellung aus. Für ihn kam van Ooijen.

Drei Minuten waren wieder gespielt, da rief van Ooijen: „Heinz, Heinz!“ Mörschel sah seinen Mitspieler, bediente den Niederländer mustergültig und der traf mit einem satten Spannschuss aus 18 Metern ins Schwarze. Es war der erste Treffer für den 28 Jahre alten Mittelfeldspieler. Zwei Minuten später hatte Pusch die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch ging sein Schuss über die Latte. Selbstbewusst drängten die Uerdinger nun auf ein zweites Tor, das aber nicht fiel.

Nach einem Abwehrfehler von Patrick Göbel, der den Ball nicht weg schlug, kamen die Gäste zum Ausgleich. Der eingewechselte Berkan Taz hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu schieben. Den möglichen Rückstand verhinderte KFC-Keeper Hidde Jurjus, der einen Schuss des völlig freistehenden Philipp Sander noch an den Pfosten lenkte. Nun hatte Verl Oberwasser. Und weil noch ein zweites Mal Konfusion in der Hintermannschaft herrschte, als acht Uerdinger im Strafraum standen, wurde es für den KFC erneut bitter: Torjäger Zlatko Janjic brachte Verl in Führung.

Nach dem guten 0:0 bem TSV 1860 München hat sich der KFC durch die beiden Heimniederlagen gegen Halle und Verl die gute Ausgangsposition zunichte gemacht. Der angestrebte Marsch in die obere Tabellenhälfte ist damit jäh gestoppt. Und in einer Woche geht es zum Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden.