KFC Uerdingen: Trainer Heiko Vogel muss sich nach Negativserie hinterfragen

Kommentar zur Situation beim KFC Uerdingen : Trainer Vogel muss sich hinterfragen

Erst sechs Punkte in der Liga, Aus im Niederrheinpokal: Die bisherige Saisonbilanz des KFC Uerdingen ist niederschmetternd. Trainer Heiko Vogel muss sich hinterfragen - so lange er noch die Zeit dazu hat.

Die Zwischenbilanz ist niederschmetternd: Der KFC Uerdingen hat nach sieben Spielen in der Dritten Liga sechs Punkte auf dem Konto, er ist seit sechs Spielen sieglos und hat nur beim Saisonauftakt gegen Halle mit 1:0 gewonnen – und das war unverdient, extrem glücklich.

Jetzt wurden die Uerdinger im Pokal von Rot-Weiss Essen ordentlich durcheinander gewirbelt. Das 1:2 in der Nachspielzeit war Ergebniskosmetik in einer Partie, die der Viertligist auch hätte viel deutlicher für sich entscheiden können.

Beim KFC stimmt es hinten und vorne nicht – das betrifft in diesem Fall aber nicht nur die Mannschaftsteile, sondern vor allem die Mannschaftsführung. Die Spieler sind körperlich in keiner guten Verfassung. Das ist aber schlichtweg die Voraussetzung, um in der Liga zu bestehen. Ohne die notwendige Fitness mangelt es an Konzentration und psychischer Stabilität. Dagegen sind Taktik und Statistik zweit- und drittrangig.

Neben der Fitness gibt es ein zweites Grundelement, das ungenügend ausgeprägt ist: die Kommunikation. Es geht nicht an, Spieler auszusortieren, die dann bleiben, Spieler heute auf das Abstellgleis zu schieben und sie morgen spielen zu lassen. Das wirkt konzeptlos und alles andere als vertrauensbildend.

Kommunikation und Vertrauen sind jedoch die Voraussetzungen, um ein Team zu bilden. Ein Sammelsurium von begabten Individualisten wird in der Dritten Liga keinen Erfolg haben. Ohne Fitness und Mannschaftsgeist geht es nicht. Dem KFC fehlt beides.

Trainer Heiko Vogel muss sich hinterfragen und in diesen Bereichen intensiver arbeiten – solange er dazu noch Zeit hat.

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