KFC Uerdingen: Trainer Daniel Steuernagel will mit kleinem Team viel erreichen

KFC-Trainer Daniel Steuernagel : „Wir wollen viel erreichen“

Daniel Steuernagel ist Trainer des KFC Uerdingen und hat damit sein nächstes Etappenziel erreicht: die Dritte Liga. Die Endstation soll das aber aber noch nicht sein.

Daniel Steuernagel weiß, auf wen er sich verlassen kann: auf seine Frau Dagmar. Kaum war er in Uerdingen angekommen, kam auch schon die App: Hattest Du eine gute Fahrt? „Sie ist halt um mich besorgt“, sagt der neue Trainer des KFC Uerdingen, was ihm keineswegs unangenehm ist. Und weil die beiden ein gutes Team sind, haben sie in den vergangenen Tagen natürlich auch viel über die berufliche Entscheidung gesprochen. Seine Frau hat ihn in der Entscheidung bestärkt, weil sie gespürt hat, dass er Feuer und Flamme ist. „Ich hatte super Gespräche“, berichtet Steuernagel. „Mit Stefan Reisinger, Stefan Effenberg und Herrn Ponomarev.“ Die negativen Schlagzeilen, für die der KFC zwischenzeitlich gesorgt hatte, hatten keinen Einfluss auf die Entscheidung des Fußballlehrers, der seine Lizenz im März 2018 erworben hat: „Der Verein hat unheimlich viel geschafft, ist zwei Mal in Folge aufgestiegen. Das ist eine reizvolle Aufgabe, vor allem aber hat die Chemie sofort gestimmt.“

Das ist dem Coach besonders wichtig, denn er ist nicht der Alleinherrscher, wie es in früheren Zeiten vielleicht ein Max Merkel, Ernst Happel oder Felix Magath waren. Er soll die Mansnchaft gemeinsam mit Teamchef Stefan Reisinger führen, und Manager Stefan Effenberg ist ja auch noch da. „Wir werden viel miteinander kommunizieren“, sagt Steuernagel. „Die Kompetenzen sind klar verteilt. Wir sind ein kleines Team und wollen viel erreichen.“ Auch Reisinger streicht den Teamgedanken heraus und sagt ausdrücklich, dass auch Torwarttrainer Manfred Gloger, die Athletiktrainer Fabian Illner und Ruben Solis sowie Videoanalyst Patrick Dippel dazu gehören. „Für die Dritte Liga sollte das ausreichend sein“, sagt Steuernagel und lacht.

Dass sein Vertrag nur bis zum Saisonende läuft, sieht er nicht nur entspannt, sondern positiv. „Ich denke, dass ist für alle Beteiligten gut“, sagt er. „Das ist eine neue Konstellation. Wir müssen uns erst kennenlernen. Im Winter kann man sich dann hinsetzen und schauen, ob es passt. Wenn es gut läuft, verlängert man, wenn nicht, trennen sich am Saisonende die Wege. Das ist dann auch okay.“ Von dieser Lockerheit und dem so ausgestrahlten Selbstvertrauen können die Spieler profitieren.