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KFC Uerdingen: Teamchef Stefan Reisinger schätzt die Arbeit der Fitnesstrainer Fabian Illner und Ruben Solis

Fabian Illner und Ruben Solis : Fitnesstrainer sind Teil des Teams

Stefan Reisinger weiß die Arbeit von Fabian Illner und Ruben Solis zu schätzen. Der Teamchef des KFC Uerdingen legt größten Wert auf die Arbeit im körperlichen Bereich.

Es ist zwar schon einige Zeit her, doch die Älteren werden sich noch daran erinnern, dass es geradezu revolutionär war, dass der Fußballtrainer einen Assistenten erhielt. „Kann der das nicht alleine“, fragten jene, die sich mit Veränderungen schwer tun. Inzwischen haben die höherklassig spielenden Vereine nicht nur einen Trainer, sondern ein Trainer-Team. Bayern München beschäftigt neben fünf Trainern noch ein Funktionsteam, dem Ärzte, Physiotherapeuten, Fitness- und Rehatrainer sowie Spielanalysten angehören. Bei Borussia Mönchengladbach sind neben dem Cheftrainer vier Co- und zwei Torwarttrainer im Einsatz; dem Funktionsteam gehören vier Athletiktrainer, drei Ärzte und fünf Physiotherapeuten an.

Dagegen ist das Trainerteam des KFC Uerdingen noch recht überschaubar: Neben Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Daniel Steuernagel gehören ihm Torwarttrainer Manfred Gloger und die beiden Fitnesstrainer Fabian Illner und Ruben Solis an. Die beiden letztgenannten sind in den vergangenen Wochen verstärkt in den Fokus geraten, nachdem Reisinger beim Trainerwechsel im Oktober den Fitnesszustand der Spieler kritisiert hatte. Der Teamchef nahm Illner und Solis aber ausdrücklich in Schutz: Sie seien zu wenig gehört worden und hätten sich zu wenig einbringen können. „Das ist kein Thema mehr“, sagt Fabilan Illner, der aber die jetzige Zusammenarbeit hervor hebt. „Wir harmonieren extrem gut. Wir haben viele Freiheiten und können uns sehr stark einbringen.“ Die Wertschätzung, die die Arbeit im Fitnessbereich unter Reisinger erfährt, ist enorm, aber berechtigt. „Fitness und die körperliche Konstitution sind die Grundvoraussetzungen“, sagt Illner, der das am Beispiel Manuel Konrad erläutert. Der Mittelfeldspieler musste aufgrund seiner Verletzung etwas nachholen. Nach Absprache mit den Physiotherapeuten und den Trainern begann die Arbeit für Illner, Solis und Konrad am Montagmorgen mit einer Extra-Schicht. Da wurden Läufe gezogen und Sprints absolviert. Am Nachmittag stieg Konrad wieder ins Mannschaftstraining ein. Seine Leistungssteigerung gegenüber dem Spätsommer ist unübersehbar.

Dass in Ruben Solis im September ein zweiter Athletikcoach hinzu gekommen ist, freut Illner. „Dadurch können wir noch besser und intensiver arbeiten, individuell, in Kleingruppen, mit der Mannschaft. Ruben absolviert am Anfang ein Mobilisationstraining und arbeitet hinterher noch individuell mit Spielern im Kraftraum.“ Drei Stunden vor dem eigentlichen Training beginnt ihre Arbeit, zwei Stunden sind sie anschließend noch tätig.

Die Arbeit macht dem Duo in diesen Tagen richtig Spaß. „Ein Trainingslager ist eine besondere Phase, da hat man einen ganz anderen Zugriff auf die Jungs“, sagt Illner, der zufrieden ist. „Wir können uns einbringen, das ist erfreulich. Wir verfügen über know how, das jetzt aktiviert ist, und wir wollen immer das Beste rausholen.“ Das Sprichwort, wonach viele Köche den Brei verderben, stimme hier nicht, sagt Ruben Solis. „Die gute Zusammenarbeit macht das Team besser.“