KFC Uerdingen: Teamchef Stefan Reisinger ist jetzt der starke Mann

Teamchef setzt sich gegen Effenberg durch : Reisinger ist jetzt der starke Mann beim KFC Uerdingen

Nach nur einem Tag in der Toskana wurde das Trainingslager des KFC Uerdingen abgebrochen. Dabei kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Manager Stefan Effenberg und Teamchef Stefan Reisinger. Letzterer geht gestärkt aus dem Konflikt hervor.

Darf Stefan Effenberg bleiben? Diese Frage beschäftigt die Fans nach dem Trainingslagerdebakel in Italien. Und viele sind der Meinung: Jeder andere wäre raus geflogen. Wenngleich Mikhail Ponomarev entscheidungsfreudig ist, so hat er auch schon bewiesen, dass er verzeihen kann. Und der Präsident wird abwägen: Vielleicht kann Effenberg dem KFC in anderen Bereichen – zum Beispiel bei Transfers – helfen. Ein abschließendes Urteil über den Manager Effenberg, der erst seit Oktober im Amt ist, scheint verfrüht.

So desaströs das Erscheinungsbild der Uerdinger in den vergangenen drei Tagen war, es gibt auch Gewinner. Teamchef Stefan Reisinger hat sich hinter die Spieler gestellt und gegen den Willen von Manager Effenberg den Abbruch des Trainingslagers in der Toskana durchgesetzt. Dass es zwischen Reisinger und Effenberg ob der Meinungsverschiedenheiten gekracht hat, ist selbstverständlich. Dass Reisinger dabei die Oberhand behalten hat, keineswegs.

Reisinger geht gestärkt aus dem Konflikt hervor. Das ist für die sportliche Entwicklung von großer Bedeutung. Der Teamchef hat sich zum Anwalt der Spieler gemacht, wofür sie ihm dankbar sein müssen. Er kann sie nun fordern und in die Pflicht nehmen. Sein Standing ist ein anderes als zuvor.

Reisinger und Präsident Ponomarev, der der Aktion und ihrer Finanzierung zugestimmt hat, haben den Spielern zwei klare Signale gesandt: Wir stehen hinter euch und tun alles für den Erfolg.