KFC Uerdingen stürmt mit 2:0-Sieg gegen Carl Zeiss Jena in die obere Tabellenhälfte

KFC gewinnt erneut : Boere und Kirchhoff treffen gegen Jena

Der KFC Uerdingen erarbeitet einen 2:0-Sieg gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena. Tom Boere und Jan Kirchhoff erzielen die Tore, die Franck Evina vorbereitet. Seit dem Trainerwechsel holten die Blau-Roten zehn Punkte aus vier Spielen bei 5:1-Toren.

Wieder gewonnen, wieder kein Gegentor: Es war ein Arbeitssieg gegen den noch sieglosen FC Carl Zeiss Jena. Aber der KFC Uerdingen erfüllte mit dem 2:0 (1:0) vor 3.331 Zuschauern die Erwartungen und kommt auch ergebnistechnisch immer besser in Schwung. Seitdem Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Daniel Steuernagel die Aufgabe übernommen haben, ist die Mannschaft ungeschlagen, holte aus vier Spielen zehn Punkte und kassierte nur ein Gegentor. Mit dem Sieg gegen Jena rückten die Uerdinger in die obere Tabellenhälfte vor und betrieben beste Werbung für das Niederrheinderby beim MSV Duisburg am 4. November (19.00 Uhr).

Trainer Daniel Steuernagel musste seine zuletzt erfolgreiche Anfangsformation ändern, weil der defensive Jean-Manuel Mbom nach der fünften Gelben Karte gesperrt war und der offensive Ali Ibrahimaj im Training eine Bänderdehnung erlitten hat. Der Coach ersetzte die beiden durch Manuel Konrad auf der Sechserposition und Franck Evina im offensiven Mittelfeld. Für weitere Wechsel oder Umstellungen sah der Coach nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen keinen Anlass.

Teamchef Stefan Reisinger hatte vor dem Tabellenletzten Jena gewarnt. Zwar habe der erst zwei Punkte auf dem Konto, sei aber nach dem Trainerwechsel unter Rico Schmitt noch ungeschlagen. Doch mit einem weiteren Sieg wollten die Uerdinger den Sprung in die obere Tabellenhälfte schaffen.

Die Uerdinger traten in dem live vom Fernsehen übertragenen Spiel mit einem Sondertrikot an. Die Stadtwerke hatten die Brust geräumt, damit der KFC anlässlich der Aktionswochen „Fußball gegen Rassismus in Europa“ mit dem Slogan „Love Oeding – Hate Racism“ auflaufen konnte. Die Gäste wurden von über 1.000 Anhängern unterstützt, die das Spiel in Düsseldorf für eine Revival-Tour nutzten. 1981 hatte Jena im alten Rheinstadion seinen größten Erfolg gefeiert, jedoch das Endspiel um den Europapokal der Pokalsieger gegen Dinamo Tiflis mit 1:2 verloren.

Die Gastgeber, die von Beginn an deutlich überlegen waren, gingen mit dem zweiten Schuss aufs Tor in Führung. Hatte Manuel Konrad nicht getroffen, so erwies sich Tom Boere als treffsicher. Nach einem Solo von Evina, der im Strafraum gestoppt wurde, kam der Ball zu dem Niederländer, der sofort abzog und flach ins Eck traf (22.). Es war sein dritter Saisontreffer im sechsten Spiel. Die Begegnung blieb einseitig, den ersten Torschuss von Jena gab Donkor in der 40. Minute ab.

Nach dem Wechsel sorgten die Uerdinger schnell für klare Verhältnisse. Evina konnte in der 50. Minute nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß servierte Roberto Rodriguez auf den Kopf von Kapitän Jan Kirchhoff, der zum 2:0 einnickte. Anschließend gab der KFC das Mittelfeld preis und verlegte sich auf konzentrierte Defensivarbeit. So geriet der Erfolg nicht mehr in Gefahr, aber dem eingewechselten Patrick Pflücke gelang es bei zwei weiteren großen Chancen auch nicht, das Ergebnis hochzuschrauben.

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