KFC Uerdingen: Stefan Aigner trifft auf seine alte Liebe TSV 1860 München

KFC Uerdingen gegen TSV 1860 München : Aigner trifft auf seine alte Liebe

Für Stefan Aigner ist die Partie des KFC Ueridngen gegen 1860 München ebenso wie für Norbert Meier ein ganz besonderes Spiel. Der Trainer gibt im Heimspiel am Samstag sein Debüt.

Norbert Meier und Stefan Aigner haben etwas gemeinsam: Das Heimspiel des KFC Uerdingen gegen den TSV 1860 München (Samstag, 14 Uhr, live im BR 3) ist für sie etwas ganz Besonderes. Wenngleich aus unterschiedlichen Gründen: Meier feiert sein Debüt als Trainer des KFC, Aigner trifft auf seine alte Liebe. Bei beiden ist der Herzschlag erhöht.

„Nervös bin ich nicht“, sagt Meier. „Es ist nicht so, dass ich nachts schweißgebadet aufwache. Das wäre auch nicht gut. Aber es herrscht eine gewisse Vorfreude, auch eine Anspannung, die gehört einfach dazu. Wenn man vor einem Spiel nicht mehr gespannt ist, sollte man aufhören.“ Für Meier ist es das erste Spiel auf der Trainerbank seit dem 19. September 2017. Damals wurde er vom damaligen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern einen Tag nach einer 0:2-Heimniederlage gegen Erzgebirge Aue mit insgesamt zwei gewonnenen Punkten aus den ersten sieben Saisonspielen freigestellt. Doch das ist Schnee von gestern.

Meier brennt wieder. Er freut sich auf sein Comeback auf der Trainerbank, auf das Spiel gegen die Münchner Löwen. „Jeder muss Freude und Spaß am Job haben“, sagt er. „Das ist bei allen Arbeitnehmern gleich. Nur wer mit Spaß zur Firma geht, bringt auch sehr gute Leistungen . Und wir Fußballer sind auch Arbeitnehmer. Und wir sollten jeden Tag genießen. Das Leben ist endlich, das hat uns jetzt wieder der Tod von Rudi Assauer vor Augen geführt. Ich kann nur jedem sagen: Hab Freude an dem, was du tust.“

Norbert Meier als Trainer des KFC Uerdingen vorgestellt

Das heißt nicht, dass immer alles reibungslos verläuft. Die personelle Situation beim KFC ist angespannt. Neben den Langzeitverletzten Alexander Bittroff (Syndesmosebandriss), Ali Ibrahimaj (Muskelriss im Oberschenkel) fallen auch Dennis Daube (Patellasehnenreizung) und Maurice Litka (Grippe) aus. Assani Lukimya, der zuletzt in China spielte, wartet noch auf die Spielberechtigung; für Adam Matuszczyk sollte sie noch vor dem Anpfiff eintreffen. Eine Zitterpartie. „Da komme ich völlig ohne Streichattacke aus, der Kader stellt sich quasi von alleine auf“, sagt Meier.

So hat der Coach nur auf wenigen Positionen die Qual der Wahl: zum Beispiel zwischen Oguzhan Kefkir und Roberto Rodriguez. „Das ist ein guter Fußballer, Kefkir ist dafür etwas gradliniger. Wir werden beide brauchen. Wir werden jeden brauchen, auch die jungen Spieler. Natürlich kann nicht jeder jedes Spiel machen, aber das ist überall so.“

Einer, der hundertprozentig dabei sein wird, ist Stefan Aigner. Der 31 Jahre alte Stürmer trifft auf seinen Stammverein, der noch immer seine alte, große Liebe ist. Und er hat großen Respekt vor dem Heimspiel gegen den Mitaufsteiger aus München: „Jeder meint: Uerdingen mit seinen ganzen Ex-Bundesligaspielern muss alle 3:0, 4:0 weg hauen – aber das ist leider nicht die Realität. Natürlich wollen wir nicht irgendwo im Mittelfeld landen, wir wollen aufsteigen. Aber wenn wir so weitermachen, heißt unser Ziel bald nicht mehr Aufstieg.“

Vom neuen Trainer erhofft sich der Torjäger nicht nur einen kurzfristigen Effekt. „Er hat in den ersten Tagen einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ist ein sehr erfahrener Trainer. Mit Fortuna Düsseldorf hat er mal den Durchmarsch von der dritten Liga in die Bundesliga geschafft. Gegen eine Wiederholung mit dem KFC hätte ich natürlich nichts.“

Und auch Trainer Meier lobt seinen Schützling: „Stefan ist ein erfahrener Mann, der immer alles gibt. Er ist gegen 1860 natürlich dabei.“ Sein Münchner Kollege Daniel Bierofka hingegen sagt: „Der Stefan darf immer treffen, aber nicht gegen uns.“

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