KFC Uerdingen: Sieglos-Serie in der dritten Liga ist besorgniserregend

Kommentar zur Sieglos-Serie : Die Situation beim KFC Uerdingen ist besorgniserregend

Nur ein Sieg gelang dem KFC Uerdingen in den ersten sechs Saisonspielen. Die individuelle Klasse im Kader allein genügt nicht. Vor allem in der Kabine muss sich einiges ändern. Ein Kommentar.

Heiko Vogel war diesmal nicht stolz, sondern unzufrieden und wütend. Hoffentlich zeigt er das auch seinen Spielern, denn ein Teil seiner Schützlinge war der Meinung, es sei eine gute Leistung gewesen. Das war es nicht. Es fehlten die Zielstrebigkeit, der letzte Biss, die Gier. So blieb der KFC im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Einen Dreier gab es nur zum Saisonauftakt gegen Halle, und der Erfolg war schmeichelhaft, überaus glücklich, unverdient.

Die aktuelle Situation ist besorgniserregend. Kapitän Jan Kirchhoff oder Torjäger Adriano Grimaldi, wieder genesen und als Leistungsträger eingeplant, waren nach einer Stunde stehend K.o. Es steht keine Mannschaft auf dem Platz, was aufgrund der vielen Wechsel nicht verwundern kann. Die Stimmung in der Kabine ist angespannt, bisweilen schlecht. Das ist keine Überraschung angesichts der Größe. Viele gestanden Profis sitzen draußen, einige sollen gehen – am 2. September endet die Transferperiode. Gelingt es dem KFC nicht, die Spieler mit ihrer Zustimmung abzugeben, droht es im Team weiter zu brodeln.

Individuelle Klasse reicht nicht, um in der Dritten Liga eine gute Rolle zu spielen. Dazu bedarf es einer Mannschaft, in der Leistung, Hierarchie und Stimmung den Dreiklang zum Erfolg bilden.

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