KFC Uerdingen hebt nicht ab Sieg dank Einstellung und Spielglück

Monheim · Lange ist der KFC Uerdingen überlegen, doch am Ende wird es noch einmal eng. So sind die Spieler nach dem 1:0-Sieg beim Spitzenreiter Sportfreunde Baumberg auch eher selbstkritisch als euphorisch. Wichtig ist der Dreier allemal.

 Zwei Mal konnte der KFC in Baumberg jubel: beim Führungstreffer und beim Schlusspfiff.

Zwei Mal konnte der KFC in Baumberg jubel: beim Führungstreffer und beim Schlusspfiff.

Foto: Brauer-Fotoagentur / Adrian Schl

Erleichterung und aufatmen beim Schlusspfiff: bei den Spielern, den Trainern, den Fans. Der KFC Uerdingen hat das Spitzenspiel bei den Sportfreunden Baumberg 1:0 gewonnen. Der knappe Sieg war verdient und so ungemein wichtig für die Blau-Roten, die am Saisonende ungeachtet aller wirtschaftlichen Probleme sportlich in die Regionalliga aufsteigen wollen. Die Chance ist da, weil außer dem KFC nur Ratingen 04/19 und Schwarz-Weiß Essen die Lizenz für die höhere Klasse beantragt haben. Und durch den Dreier wurde die Chance gewahrt.

Es waren zwei entscheidende Spielszenen während der 90 Minuten. Die erste ereignete sich früh, als Fabio Ribeiro mit einem Steckpass Torjäger Dimitrios Touratzidis in Position brachte und der 26 Jahre alte Grieche eiskalt sein elftes Saisontor erzielte. „Ausnahmsweise habe ich heute in der Offensive mal den entscheidenden Pass zum Tor gegeben“, sagte Ribeiro lächelnd. „Es war wichtig, auch mal früh in Führung zu gehen. In den vergangenen Wochen haben wir meist in der ersten Halbzeit entschieden. In der zweiten Halbzeit haben wir manchmal Probleme zum Ende hin. Heute ist es gut gegangen und ich hoffe, dass bleibt jetzt bis zum Saisonende so.“

Dimitrios Touratzidis, der schon in der Halbzeit ein Küsschen von seiner besseren Hälfte bekommen hatte, freute sich zwar, war aber weit davon entfernt, euphorisch zu reagieren: „Es war ein super Pass von Fabio, zum Glück habe ich ihn rein gemacht. Ich freu mich, dass wir gewonnen haben, weil das super wichtig ist.“

Die zweite entscheidende Spielszene ereignete sich 20 Minuten vor Schluss, als der eingewechselte Baumberger Bajraktari allein vor KFC-Torhüter Marvin Gomoluch auftauchte, der Keeper aber mit einer Glanzparade den Ausgleich verhinderte. „Dafür ist der Torwart da“, sagte Interimstrainer Levan Kenia trocken. „Heute hatten wir auch das gewisse Spielglück, das macht dann den Unterschied“, erklärte der Schlussmann. „Heute hat die Einstellung gestimmt, alle waren heiß, beim Busfahrer angefangen. Klar, Baumberg wird wahrscheinlich Oberliga-Meister, aber wir steigen hoffentlich auf und haben mindestens das selbe Niveau.“

Der Sieg der Uerdinger war nicht unverdient, aber hing in der Schlussphase genauso am seidenen Faden, wie es das Resultat vermuten lässt. In den letzten Minuten drängten die Gastgeber plötzlich vehement auf den Ausgleich. Da gelang es dem KFC auch nicht mehr, das Spiel an sich zu reißen und zu beruhigen. Plötzlich gingen die zuvor demonstrierte Dominanz und Souveränität verloren.

Dass Kapitän Florian Abel nach nicht einmal einer halben Stunde mit einer Leistenzerrung ausgewechselt werden musste, war nicht nur bitter, sondern ist es, denn er wird am Freitag im Heimspiel gegen den SV Sonsbeck wohl kaum dabei sein. Da einige Spieler wegen muskulärer Probleme passen müssen, feierte A-Junior Demirhan Kumlu am Ende noch sein kurzes Oberliga-Debüt.

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