KFC Uerdingen schlägt Fortuna Düsseldorf II: Maximilian Beister - krank, aber hellwach

Uerdingen schlägt Fortuna II : Beister - krank, aber hellwach

Der 27 Jahre alte Torjäger erzielt das Tor des Tages. Fußball-Regionalligist KFC Uerdingen kommt so zu einem glanzlosen Arbeitssieg gegen Fortuna Düsseldorf II. Am Mittwoch geht es zu Borussia Mönchengladbach II.

Der 27 Jahre alte Torjäger erzielt das Tor des Tages. Regionalligist KFC Uerdingen kommt so zu einem glanzlosen Arbeitssieg gegen Fortuna Düsseldorf II. Am Mittwoch geht es zu Borussia Mönchengladbach II.

Ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss. So lautet eine bekannte Redewendung, die nur allzu gerne auch im Fußball genutzt wird. Das Spiel zwischen dem Regionalliga-Spitzenreiter KFC Uerdingen und dem Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf II könnte hier eingeordnet werden, denn den Gastgebern genügte eine mäßige Leistung zu einem 1:0 (1:0)-Sieg. Dabei bot die Mannschaft die schwächste Leistung unter der Leitung des neuen Trainers Stefan Krämer. Doch was solls? Sein Team arbeitete weiter an der geradezu traumhaften Bilanz und holte nun 22 von 24 möglichen Zählern bei 23:3 Toren unter Krämer. Bei Fortuna Düsseldorf II hingegen hatte der Trainerwechsel nicht den erhofften Erfolg. Unter Jens Langeneke holten die Rot-Weißen nur einen von 15 möglichen Punkten. Dem zweiten waren sie am Sonntag nahe, doch war er zugleich nahezu unerreichbar. Die Gäste waren nach der Pause zwar mindestens gleichwertig, hatten aber nicht eine einzige Chance. So entschied Maximilian Beister die Partie.

Ausgerechnet Beister! Jener Mann, der 2012 ganz Düsseldorf verzückte, als er die Fortuna in die Bundesliga schoss; der dann nach schweren Verletzungen und Irrwegen im Januar nach Uerdingen kam, um wieder den Weg in den Profifußball zu finden; der am Sonntag eigentlich gar nicht hätte auflaufen dürfen. "Maxi hat einen Magen- und Darmvirus", verrät Trainer Krämer. "Wir haben überlegt, ihn gar nicht zu bringen."

Wie gut, dass er ihn doch gebracht hat! Beister hat diesmal nicht geglänzt, aber er hat das Tor erzielt; er hat den Unterschied gemacht. In der 39. Minute schaltete er nach einem Pressschlag am schnellsten, ließ die verdutzten Fortunen stehen und schoss den Ball ins lange Eck. "Ich habe gesehen, dass die Abwehrspieler abgeschaltet haben", berichtete er. "Da habe ich schnell reagiert." Und noch einer hatte in dieser Szene richtig gut reagiert: der Schiedsrichter, denn er ließ Vorteil gelten, anstatt das Foul an Christopher Schorch zu pfeifen.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Führung zur Pause war absolut verdient, denn Christian Müller hatte mit einem Pfostenschuss Pech, einen Freistoß von ihm hatte Fortunas Keeper aus dem Winkel gekratzt, und dann wurde einem Treffer von Lucas Musculus die Anerkennung wegen Abseits verweigert. Doch nach der Pause waren die Gäste überlegen, jedoch zu harmlos, um den Erfolg des KFC ernsthaft zu gefährden. So zitterten sich die Uerdinger in den Schlussminuten zum glanzlosen Arbeitssieg. "Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht so aggressiv verteidigt und waren auch offensiv nicht gut. Aber wir haben auch keine klaren Chancen zugelassen", sagte Beister.

Trainer Krämer dürfte nichts dagegen haben, wenn die Mannschaft auch in den noch verbleibenden vier Meisterschaftsspielen die famose Serie fortschreibt und eine weitere Redewendung zur Geltung bringt, die besagt: Wer schlecht spielt und gewinnt, wird Meister; wer gut spielt und verliert, steigt ab. Demnach sieht es für den KFC gut, für Fortuna II schlecht aus.

(ths)