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KFC Uerdingen muss am Abschluss arbeiten

Nur ein Tor in drei Testspielen : KFC Uerdingen muss am Abschluss arbeiten

Drei Testspiele, nur ein Tor – das ist ein Indiz, woran es bei den Uerdingern hapert. Trainer Alexander Voigt verrät, wie eine Verbesserung in diesem Bereich kurzfristig erzielt werden soll, denn am Samstag geht es wieder um Punkte.

Einer missratenen Generalprobe folgt eine gelungene Premiere – so sagt es der Volksmund. Ob das beim KFC Uerdingen auch der Fall sein wird? Beim Fußball-Oberligisten 1. FC Bocholt verlor das Schlusslicht der Regionalliga mit 0:1. Am kommenden Samstag wird die Meisterschaftsrückrunde fortgesetzt. Zum Auftakt nach der Winterpause tritt die Mannschaft von Alexander Voigt beim Tabellensechsten SC Wiedenbrück an.

Wie war der Spielverlauf in Bocholt? Die Uerdingen begannen furios, zeigten schöne Kombinationen und waren deutlich überlegen – allerdings nur in den ersten zehn Minuten. Dann verflachte die Partie zusehends, der Schwung war dahin. Spätestens als der im Sommer von Rot-Weiss Essen zum 1. FC Bocholt gewechselte Top-Torjäger Marcel Platzek die Gastgeber nach einer Ecke per Kopf in Führung brachte, war Sand im Uerdinger Getriebe. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Charles Atsina, der nach einer halben Stunde aber Torhüter Sebastian Wickl anschoss. Nach dem Wechsel neutralisierten sich beide Mannschaften, so dass es beim 1:0 blieb.

Ist die Generalprobe verpatzt? Vom Ergebnis her natürlich, doch Trainer Alexander Voigt widerspricht. „Das sehe ich nicht so, dass die Generalprobe verpatzt ist“, sagt er. „Denn mit der Leistung bin ich insgesamt einverstanden. Alle Spieler sind zum Einsatz gekommen und konnten sich noch einmal zeigen. Allerdings hat nach den beiden harten Trainingswochen die Spritzigkeit gefehlt und die Beine waren sehr schwer.“

Was muss der KFC in der kommenden Woche ändern? Natürlich wird der Coach das Trainingspensum variieren, um die Spritzigkeit zu fördern. Das allein wird aber nicht ausreichen. „Wir müssen vor allem an der Chancenverwertung arbeiten. Wir haben in Bocholt vier, fünf klare Möglichkeiten gehabt, davon müssen mindesten zwei oder drei rein gehen“, sagt Voigt. Die Angriffs- und Abschlussschwäche war auch bei den Testspielniederlagen zuvor beim Oberligisten St. Tönis (0:1) und Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen (1:6) deutlich zutage getreten.

Kann ein besserer Abschluss überhaupt trainiert werden? „Das ist schwer zu simulieren“, sagt Voigt. Schließlich ist vieles auch reine Kopfsache. Dennoch wird es in den nächsten Tagen intensiv geübt; so soll sich das notwendige Selbstvertrauen erarbeitet werden. „Die Spieler werden viel frei zum Abschluss kommen, auch wenn das für die Torhüter nicht schön ist“, erklärt der Coach. 

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Wie sieht die kommende Woche aus? Am Montag ist frei, am Dienstag wird zweimal trainiert, anschließend einmal täglich. Dabei ist es von Vorteil, dass der Mannschaft wieder der Rasenplatz in Hüls zur Verfügung steht.

Steht die Elf? Es ist, wie bei anderen Vereinen auch: das Gerüst steht, aber um zwei, drei Positionen wird noch gekämpft. Voigt sagt es noch deutlicher: „Der Rest hat sich fest gespielt.“ Jesse Sierck und Levan Kenia klagen über muskuläre Probleme und pausierten vorsichtshalber. Sicher ist, dass Jovan Jovic zwischen den Pfosten stehen wird; er ist die unumstrittene Nummer eins.

KFC: Jovic (46. Ospelt) – Schlösser, Ntika (77. Karakas), Kadiata, Prodanovic – Neiß (46. Augusto), Jensen, Fladung (66: Canto), Terada – Cirillo (66. Baba), Atsina (37. Yun)