KFC Uerdingen mit Umzug nach Duisburg zufrieden

KFC mit Umzug nach Duisburg zufrieden : Es ist nun mal nicht die Grotenburg

Der Drittliga-Auftakt des KFC Uerdingen ist geglückt - wenigstens organisatorisch. Es hakt nur noch bei wenigen, kleineren Dingen. Die Fans sind zufrieden, die Stimmung ist beeindruckend, die Unterstützung überragend.

„Die Fans waren heute der beste Uerdinger“, lobte KFC-Trainer Stefan Krämer nach der 1:3 Niederlage gegen die Spielvereinigung Unterhaching. Nein, an deren Unterstützung hat es wahrlich nicht gelegen, denn die machten sich – obwohl weiter weg vom Rasen – im Duisburger Stadion genauso lautstark bemerkbar, wie einst in der Grotenburg.

Schwerer hatten es da schon die Autofahrer. Obwohl – anders als beim Relegationshinspiel gegen Mannheim – die Belastung durch den abendlichen Berufsverkehr fehlte, brauchten sie doch 30 Minuten von der Autobahnabfahrt bis zum Parkplatz. Für Unverständnis sorgte, dass ein großer Platz hinter der Tribüne nicht als Parkplatz genutzt werden durfte, so die Klage einiger Fans. „Das stimmt nicht“, entgegnet Pressesprecher Jan Filipzik. „Allerdings ist es so, dass der Parkplatz erst geöffnet wird, wenn der andere ausgelastet ist. Parkplätze war genug vorhanden.“

Noch besser hatten es die, die mit dem Fahrrad angereist waren. Für einen Euro nutzten sie die Fahrradwache, die es am Stadion gibt. „Die Duisburger waren sehr nett und fast wären wir bei einer unserer zahlreichen Pausen in einem Biergarten hängen geblieben“, berichtete eine weibliche KFC-Anhängerin. Rund eine Stunde benötigten die Pedalritter für die knapp 20 Kilometer.

Den Weg nach Duisburg gefunden hatte natürlich auch KFC-Kultfan Kalle Krahn. Seine Stimme schallte genauso markant durch die Schauinslandarena wie einst durch die Grotenburg.

Im Privatjet vom Flughafen der Audi AG in Ingolstadt waren die Spieler der Spielvereinigung Unterhaching angereist. Pikant: Für die Fahrt vom Flughafen in Essen zum Stadion nutzten sie den alten Bus des KFC von Busreisen Brings.

Im Stadion war auch Michael Lüken, von 2001 bis 2003 Geschäftsführer beim KFC und seit vielen Jahren – so auch seinerzeit beim KFC – gemeinsam mit Claus-Dieter Wollitz, Trainer bei Uerdingens Ligakonkurrent FC Energie Cottbus im Fußballgeschäft unterwegs. „Uerdingens jeweiliger Gegner, spielt immer zwei Wochen später gegen uns“, sagte er und kündigte schon einmal weitere Besuche an.

Gemeinsam starteten sie am Großmarkt: Richard Jansen, Marc Körschen, Uwe Goring und Marcus „Pille“ Peerlings. Foto: Heinrich Löhr

Der KFC war mit seinem ersten Interims-Heimspiel zwar nicht sportlich, so aber doch organisatorisch zufrieden. „Der Aufwand ist natürlich groß“, erklärt Filipzik. „Deshalb machen wir, was nötig ist, nicht was möglich ist. Natürlich gibt es ein paar kleinere Sachen, die wir noch verbessern können. Aber für uns ist wichtig, dass das Stadion funktioniert. Es ist nicht unser Stadion, es ist nun mal nicht die Grotenburg.“

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