KFC Uerdingen mit personellen Problemen: Drei Spieler gesperrt, drei verletzt, ein Abgang

Drei Spieler gesperrt, drei verletzt, ein Abgang : Diese personellen Probleme plagen den KFC Uerdingen

Drei Spieler gesperrt, drei verletzt, ein Abgang – gut, dass Dennis Daube endlich wieder fit ist. Im Spiel des KFC Uerdingen bei der SpVgg Unterhaching kommt ihm eine Schlüsselrolle zu. Tobias Rühle hat sich verabschiedet.

Die 0:3-Heimpleite des KFC Uerdingen gegen den FC Bayern München II zum Start ins neue Jahrzehnt war eine herbe Enttäuschung – für die Fans, aber auch für die Spieler. Schließlich wähnte sich alle nach dem guten Abschluss am Jahresende mit fünf Spielen ohne Niederlage auf einem guten Weg. Wir hat die Mannschaft diesen Tiefschlag weg gesteckt? Die Antwort wird die Begegnung bei der SpVgg Unterhaching (Samstag, 14 Uhr) bringen.

Sollten die Spieler die Schlappe ähnlich gut verdaut haben wie Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Daniel Steuernagel, so wäre das die halbe Miete. Die andere Hälfte käme hinzu, wenn sie daraus die richtigen Schlüsse gezogen hätten.

„Wir hatten nicht erwartet, dass wir uns so präsentieren“, sagte Steuernagel rückblickend, um dann sogleich den Blick nach vorn zu richten: „Wir erwarten am Samstag einen ganz anderen Auftritt, eine andere Körpersprache. Unser Ziel ist es, dagegen zu halten und Punkte zu sammeln. Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel. Da geht es darum, Anschluss zu halten oder aber runter gereicht zu werden.“

Der KFC muss schon eine ordentliche Leistung bringen, wenn er den Anschluss nicht verlieren will. Denn die Spielvereinigung gehört nicht umsonst zu den Aufstiegsaspiranten. Das weiß Stefan Reisinger besonders gut, der in Unterhaching im Nachwuchsleistungszentrum und als Co-Trainer arbeitete, ehe ihn Michael Wiesinger nach Elversberg holte. „Dort gibt es eine Philosophie, die über Jahre gewachsen ist, ebenso wie die Mannschaft“, berichtet der Teamchef des KFC. „Dort gibt es nur eine geringe Fluktuation, aber gute Arbeitsbedingungen. Das wird eine schwierige Aufgabe, die stehen nicht umsonst da oben.“

Es ist aber nicht nur für die Mannschaft eine reizvolle Aufgabe, um sich für das zurückliegende Spiel zu rehabilitieren, sondern auch das Duo Reisinger/Steuernagel hat eine knifflige Aufgabe vor der Brust. Es muss gleich sechs Spieler ersetzen: die gesperrten Assani Lukimya, Jean-Manuel Mbom und Manuel Konrad sowie die verletzten Alexander Bittroff, Adam Matuschyk und Adriano Grimaldi. Dadurch wird ausgerechnet der Defensivbereich, auf den es bei den Uerdingern so sehr ankommt, ordentlich durcheinander gewirbelt.

Innenverteidiger Lukimya könnte durch Jan Kirchhoff oder den litauischen Nationalspieler Edvinas Girdvainis ersetzt werden. Doch in Matuschyk, Konrad und Mbom fallen gleich alle drei Sechser aus. „Wir haben verschiedene Varianten ausprobiert, auch ein anderes System“, berichtet Reisinger. „Wir wollten sehen, wer mit wem harmoniert. Es kann auch gut sein, dass Spieler auf untypischen Positionen eingesetzt werden.“ Einer scheint im defensiven Mittelfeld derweil gesetzt: Dennis Daube. Der Langzeitverletzte kommt zu seinem neunten Einsatz – in eineinhalb Jahren.