KFC Uerdingen: Mit einem Sondertrikot gegen Carl Zeiss Jena

Love Oeding – Hate Racism : Der neue KFC in einmaligen Trikots

Im Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena machen die Stadtwerke die Brust frei für mehr Toleranz und Miteinander. Derweil wollen die Uerdinger mit einem Sieg ihre kleine Erfolgsserie fortsetzen und in die obere Tabellenhälfte vorstoßen.

Es ist gleich aus mehreren Gründen ein besonderes Spiel, wenn der KFC Uerdingen am Samstag den FC Carl Zeiss Jena empfängt. Zum einen kehren die Thüringer an jenen Ort zurück, an dem sie 1981 ihren größten Vereinserfolg feierten, als sie im Endspiel um den Europapokal der Pokasieger Dinamo Tiflis 1:2 unterlagen. Das nehmen 1.200 Fans zum Anlass für eine Revival-Tour.

Der KFC Uerdingen wird in dem Spiel mit einem Sondertrikot auflaufen. Anlässlich der Aktionswoche „Fußball gegen Rassismus in Europa“ hat Trikotsponsor Stadtwerke die Brust geräumt und sich gemeinsam mit dem Supporters Club Krefeld für das Motto „Love Oeding – Hate Racism“ entschieden. Die Aktion dürfte außergewöhnlich große Aufmerksamkeit erregen, das die Begegnung um 14 Uhr live im dritten Fernsehprogramm gezeigt wird. „Eine großartige Aktion“, sagt Domenic Schmidt von den Stadtwerken. Jennifer Schims vom Supporters Club sagt: Fußball ist für alle da, egal welcher Herkunft oder Hautfarbe.“ Über das Engagement der Fans freut sich auch KFC-Geschäftsführer Niko Weinhart: „Die Initiative ging von ihnen aus. Das zeigt, dass wir eine lebendige und verantwortungsbewusste Fangemeinde haben.“ Die Trikots werden versteigert, der Erlös ist für die Jugendabteilung.

Aber auch aus sportlicher Sicht soll es für den KFC ein besonderes Spiel werden. So will die Mannschaft, die unter Teamchef Stefan Reisinger sieben Punkte aus drei Spielen geholt und dabei nur ein Gegentor kassiert hat, die kleine Erfolgsserie ausbauen und endlich in die obere Tabellenhälfte vorrücken. Reisinger warnt allerdings davor, den Tabellenletzten zu unterschätzen: „Jena ist seit dem Trainerwechsel auch ungeschlagen und war beim 1:1 gegen Würzburg die klar bessere Mannschaft.“

Dem neuen KFC-Trainer Daniel Steuernagel ist nicht verborgen geblieben, dass Jena das System umgestellt hat. „Zuletzt haben sie mit einer Dreierkette und einem Sechser gespielt“,berichtet er. „Ich bin gespannt, wie sie am Samstag auflaufen. Wir sind auf alles vorbereitet.“

Der KFC muss seine Elf umbauen. Jean-Manuel Mbom ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt und Ali Ibrahimaj erlitt im Training eine Bänderdehnung. Für Mbom auf der Sechser-Position könnte Manuel Konrad zum Einsatz kommen. Eine andere, aber weniger wahrscheinliche Möglichkeit wäre, Kapitän Jan Kirchhoff vorzuziehen und Dominic Maroh in der Viererkette zu bringen. Für Ibrahimaj könnte Patrick Pflücke im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Denkbar wäre aber auch, dass die Gastgeber es gleich mit zwei Vollblut-Stürmern versuchen, also mit Tom Boere und Osayamen Osawe. „Vielleicht spielen wir auch mit drei Stürmern“, sagt Teamchef Reisinger und lacht.

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