KFC Uerdingen: Mikhail Ponomarev mit scharfer Kritik an Norbert Meier

„Schlechtester Trainer in der Vereinsgeschichte“ : KFC-Boss tritt gegen Ex-Trainer Meier nach

Das Engagement von Norbert Meier beim KFC Uerdingen dauerte nur sieben Spiele. Investor Mikhail Ponomarev rechnet schonungslos mit dem Ex-Trainer des Drittligisten ab.

Seit Mittwoch (1. Mai) hat Mikhail Ponomarev ein neues Spielzeug für sich entdeckt. Der Investor von Fußball-Drittligist KFC Uerdingen hat nun auch einen eigenen Account bei Twitter. „Ja, das ist mein eigener Kanal“, bestätigt der Russe auf Anfrage unserer Redaktion. „Das ist kein Fake.“ Und über diesen Kommunikationsweg teilt er ordentlich aus.

Nun hat er mit Ex-Coach Norbert Meier abgerechnet, den er Mitte März nach sieben sieglosen Partien wieder vor die Tür gesetzt hatte. Meier hatte am 3. Februar das Traineramt bei dem Drittligisten übernommen. In sieben Spielen unter seiner Regie holte der Aufsteiger nur drei Unentschieden und kassierte vier Pleiten. „KFC-Momentum Norbert Meier: Mein größter Fehler beim KFC. Der schlechteste Trainer in der KFC-Geschichte. Der KFC war seine letzte Station als Trainer in Deutschland“, schrieb Ponomarev.

Erst Ende April hatte der KFC bekanntgegeben, dass Heiko Vogel neuer Trainer des Drittligisten wird. Vogel übernahm die Mannschaft von Frank Heinemann, der das Team nach dem Rauswurf von Meier als Interimstrainer betreut hatte. Vogel ist bereits der vierte Trainer des KFC in der laufenden Saison. Für Ponomarev ist das aber kein Problem. „Zwei, vier, sechs - das ist eine seltsame Rechnung. Wenn es nötig ist und uns an unser Ziel bringt, hole ich 18 Trainer“, hatte der Präsident bei der Vorstellung von Vogel verlauten lassen.

Mikhail Ponomarev gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten im deutschen Fußball. Er meidet möglichst die Öffentlichkeit. Der 44 Jahre alte russische Unternehmer war Gründer und Sprecher des größten russischen Beratungsunternehmens in Management Consulting und Informationstechnologien mit rund 900 Mitarbeitern. Seit Juni 2016 kümmert er sich nach eigenem Bekunden ausschließlich um den KFC Uerdingen – als Präsident und Manager. Nach zwei Aufstiegen in Serie läuft es für den KFC in dieser Saison nicht rund. Drei Spieltage vor Saisonende rangiert der Drittligist auf dem achten Tabellenplatz.