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KFC Uerdingen leitet Insolvenz in Eigenverwaltung ein

Drittligist in der Krise : KFC Uerdingen leitet Insolvenz in Eigenverwaltung ein

Der schwer kriselnde Fußball-Drittligist hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das kündigte der scheidende Präsident Michail Ponomarew an. Zeitgleich laufen Gespräche mit möglichen Investoren.

"Nach langen und intensiven Überlegungen, wie wir die aktuellen Herausforderungen bestmöglich meistern können, halten wir diesen Schritt für die optimale Lösung, um die Zukunft des KFC Uerdingen zu sichern", sagte Ponomarew.

Der Spielbetrieb soll aber fortgesetzt werden. "Wir werden für die beginnende Rückrunde und auch für unsere langfristigen Ziele einen konkurrenzfähigen Kader stellen", sagte der ebenfalls vor dem Abschied stehende Geschäftsführer Nikolas Weinhart: "Natürlich ist es aber unabdingbar, dass wir unsere Mannschaft auf Einsparpotenzial beleuchten, um die laufenden Kosten zu senken."

Die Krefelder hatten zuletzt mitgeteilt, dass die Suche nach einem neuen Investor bislang erfolglos verlaufen sei, der umstrittene Vereinsboss und Geldgeber Ponomarew hatte ebenso wie Weinhart seinen Rücktritt erklärt. Ponomarew wolle aber geordneten Übergang ermöglichen.

Weinhart sagte am Donnerstag in einer Klub-Mitteilung: "Mit dem Eigenverwaltungsverfahren bietet sich uns die Möglichkeit, in Eigenregie erfolgreich die Zukunft unseres Vereins zu sichern. Wir nutzen diese Zeit, um einen geeigneten Investor für den KFC Uerdingen zu finden." Es gebe weiterhin Gespräche mit potenziellen Investoren, "diese Gespräche bedürfen allerdings noch etwas Zeit. Deswegen haben wir uns zu diesem Schritt entschieden."

Ponomarew erneuerte am Donnerstag seine Forderung nach einer Sanierung des maroden Grotenburg-Stadions. "Wir brauchen die Grotenburg als Heimstadion, da ist die Stadt Krefeld dringend am Zug. Ein neuer Investor wird definitiv nicht Millionen für ein Stadion in der Fremde zahlen, weil die Grotenburg nicht fertig wird", sagte er.

(ako/sid)