KFC Uerdingen kommt gegen Fortuna Köln nicht über ein 1:1 hinaus

Uerdingen kann nicht mehr gewinnen : Wasserschlacht zwischen KFC und Fortuna Köln endet 1:1

Uerdingen und Fortuna Köln trennen sich 1:1. Damit bleibt der KFC auch im zehnten Spiel in Folge ohne Sieg. Schiedsrichter Bramlage hätte die Partie allerdings nicht anpfeifen dürfen.

Der KFC Uerdingen bleibt auch im zehnten Spiel in Folge, davon sieben unter dem neuen Trainer Norbert Meier, ohne Sieg. Trotz einer engagierten Leistung kam der Drittliga-Aufsteiger gegen Fortuna Köln nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Allerdings fand die Begegnung unter extrem widrigen Bedingungen statt, die kein Fußballspiel zuließen und worunter beide Mannschaften sowie die Zuschauer zu leiden hatten.

Zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff hatte Starkregen in Duisburg eingesetzt. Die Folge: Der Ball blieb in den Pfützen liegen. Manches erinnerte beim Aufwärmen beider Mannschaften an die Wasserschlacht zwischen Deutschland und Polen bei der Weltmeisterschaft 1974. So war es schon verwunderlich, dass Schiedsrichter Henrik Bramlage diese Partie Anpfiff. Abgesehen davon, dass der Rasen keinen Fußball zuließ, steht zu befürchten, dass er so in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass die Zweitligabegegnung zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln am Sonntag ernsthaft gefährdet ist. Und all jene, die gekommen waren, um ein Fußballspiel zu sehen, wurden bitter enttäuscht, denn das war einfach nicht möglich.

Uerdingens Trainer Norbert Meier hatte seine Startformation erwartungsgemäß in der Defensive belassen, aber die Offensive deutlich verstärkt. Im Angriff feierte Adriano Grimaldi, der im Januar vom TSV 1860 München kam, allerdings bislang an einer Sprunggelenksverletzung laborierte, sein Debüt im KFC-Trikot. Zudem wurde Osayamen Osawe als zweite Spitze aufgeboten. Im Mittelfeld kamen nach ansprechenden Leistungen erneut Maurice Litka und Patrick Pflücke zum Zug, Roberto Rodriguez und Manuel Konrad mussten auf der Bank Platz nehmen.

Maximilian Beister hatte sich vor dem Spiel mit einer Videobotschaft an die Fans gewandt. „Wir wissen, dass der Funke von uns überspringen muss, aber wir brauchen in dieser schwierigen Situation eure Unterstützung“, sagte er und versprach, dass es die Mannschaft nicht am nötigen Willen und Einsatz missen lassen werde.

Die Platzverhältnisse ließen natürlich kein Fußballspiel zu, es kam an diesem Abend tatsächlich auf Einsatzfreude, Glück und Geschick an. Es konnte lediglich mit hohen Bällen agiert werden, Passspiel und flache Bälle waren schlichtweg verboten.

Ein solch langer Ball bescherte den Uerdingern die erste Chance. Nach einem Abschlag von Torhüter Robin Benz wurde der Ball von Osawe mit dem Kopf verlängert. Maximilian Beister spurtete los und schoss mit dem linken Fuß ins lange Eck. Der Ausgleich fiel postwendend. Nach einem Einwurf blieb der Ball in der Pfütze liegen und Hamdi Dahmani kam mit der Pike dran und traf. Es ging nur mit hohen Bällen; so hatte Lukimya die nächste Chance per Kopf nach einem Eckball, der jedoch über die Latte strich. Auf der anderen Seite hatte Dahmani Pech bei seinem Kopfball, der die Latte traf.

Nach dem Wechsel prüften Osawe und Beister zunächst den Kölner Torhüter Nokolai Rehnen mit Distanzschüssen. Auf der anderen Seite vergab Kurt die mögliche Führung, als er freistehend über das Tor schoss. Am Ende mussten beide Mannschaften froh sein, dass sie bei diesem reinen Glücksspiel jeweils nur zwei Punkte verloren hatten.

Statistik:

Uerdingen: Benz - Großkreutz, Maroh, Lukimya, Dorda - Beister, Matuschyk, Litka (81. Rodriguez), Pflücke (59. Bittroff) - Grimaldi (72. Dörfler), Osawe. - Trainer: Meier

Köln: Rehnen - Ernst, Kyere, Uaferro, Bröker - Eberwein, Kegel (48. Okan Kurt), Brandenburger, Schiek - Dahmani (88. Exslager), Scheu (75. N'Gamukol). - Trainer: Kaczmarek

Schiedsrichter: Henrik Bramlage (Vechta)

Tore: 1:0 Beister (12.), 1:1 Dahmani (20.)

Zuschauer: 2874

Gelbe Karten: Bittroff - Bröker

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