1. Sport
  2. Fußball
  3. KFC Uerdingen

KFC Uerdingen kommt gegen den SV Meppen nicht über torloses Remis hinaus

Torlos gegen den SV Meppen : Dämpfer für den KFC Uerdingen im Aufstiegsrennen

Drei Tage nach dem 2:1-Sieg in Mannheim kann der KFC Uerdingen nicht an die starke Leistung anknüpfen und kommt gegen den SV Meppen nicht über ein torloses Remis hinaus. Das Resultat hilft beiden Mannschaften im Aufstiegskampf nicht recht weiter.

„In der dritten Liga ist jedes Spiel ein Tanz auf der Rasierklinge“, lautet die Einschätzung des Uerdinger Trainers Stefan Krämer. Die Begegnung zwischen seinem KFC und dem SV Meppen unterstrich dies eindrucksvoll. In dem mäßigen, aber umkämpften Spiel mussten sich die Gastgeber mit einer Punkteteilung begnügen, wobei die Gäste dem Sieg näher waren. Doch Torhüter René Vollath war den Platzherren ein sicherer Rückhalt.

Trainer Stefan Krämer hatte seine Anfangsformation auf vier Positionen verändert, zwei Mal gezwungenermaßen, zwei Mal freiwillig. Für den nach der fünften gelben Karte gesperrten Boubacar Barry verteidigte auf der rechten Seite Alexander Bittroff, der damit den Vorzug gegenüber Kevin Großkreutz erhielt. Für den verletzten Kapitän Jan Kirchhoff (Muskelfaserriss) rückte Dominic Maroh in die Innenverteidigung. Im Mittelfeld kam Roberto Rodriguez für Jena-Manuel Mbom zum Zug. Zudem wurde der angeschlagene Torjäger Tom Boere geschont, für den Adriano Grimaldi in der Spitze spielte. „Bei fünf englischen Wochen in Folge müssen wir rotieren, ohne komplett alles über den Haufen zu werfen“, sagte Krämer.

Dazu hatte er auch keinen Grund, schließlich war seine Mannschaft am Samstag mit einem 2:1-Sieg in Mannheim nach der Corona-Zwangspause gestartet. „Wenn wir jetzt gegen Meppen nachlegen, haben wir uns eine gute Ausgangsposition geschaffen“, gab Krämer eine klare Marschrichtung vor. Und auch Kapitän Kirchhoff hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass der KFC nochmals oben angreifen will.

Gegen Meppen kam es nicht nur zum Verfolgerduell, sondern auch zum Treffen der fünftschlechtesten Heim- gegen die viertbeste Auswärtsmannschaft. Doch die bisherigen Geisterspiele haben gezeigt, dass es so etwas wie einen Heimvorteil eigentlich nicht mehr gibt. Und die Uerdinger spielten sowieso in dieser Saison in der riesigen Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena meist vor einer Geisterkulisse von nur 3.500 Zuschauern. „Aber ganz ohne Fans zu spielen, ist noch einmal etwas anderes“, meinte Krämer.

Die Uerdinger, die das Hinspiel beim Debüt von Teamchef Stefan Reisinger auf der Trainerbank mit 2:1 gewonnen hatten, bekamen sofort zu spüren, dass die Emsländer, die zuletzt gegen Würzburg 1:3 unterlegen waren, an Selbstbewusstsein nichts eingebüßt hatten. Sie spielten von Beginn an munter mit und hatten durch Valdet Rama die erste Chance. Er stand allein vor Torhüter René Vollath, der den schwachen Schuss mit dem Außenrist jedoch parierte. Es entwickelte sich ein typischer Drittliga-Abnutzungskampf, bei dem sich beide Mannschaften neutralisieren und nur wenige Chancen zulassen. Nach einer halben Stunde hatten die Gäste ihre zweite gute Möglichkeit durch Rene Guder, doch Vollath lenkte den Ball über das Tor. Im Gegenzug stand Osawe allein vor Meppens Torhüter Eric Domaschke, doch bekam er den Ball nicht an ihm vorbei. Da auch ein Schuss von Rama aus guter Position über das Tor ging, endete die erste Halbzeit torlos.

  • Christian Dorda (rechts)schreibt an der Erfolgsgeschichte
    Duo vor Vertragsverlängerung : Dorda und Matuschyk sollen beim KFC bleiben
  • Christian Dorda jubelt in seinem letzten
    Vorstand taucht ab : Lähmender Stillstand beim KFC Uerdingen
  • Stadion in Krefeld : Bund der Steuerzahler kritisiert teure Grotenburg-Sanierung

Nach dem Wechsel verstärkte der KFC seine Offensivbemühungen, wozu die eingewechselten offensiven Nachwuchskräfte Franck Evina und Christian Kinsombi beitragen sollten. Die nächste Möglichkeit hatten jedoch erneut die Gäste. Maroh rettete gegen Rama buchstäblich in letzter Sekunde. Kinsombi bereitete nach einer Stunde dann die nächste Möglichkeit für die Blau-Roten vor, doch Osawe verpasste. Das Spiel blieb umkämpft, doch ein Sieger wurde nicht gefunden.

Bei den Uerdingern, die nun am kommenden Freitag beim 1. FC Magdeburg antreten müssen, verdienten sich Torhüter Vollath, Innenverteidiger Assani Lukimya und Adam Matuschyk die Bestnoten.