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KFC Uerdingen: Kevin Großkreutz schuftet für den Neustart

KFC bezieht Sonntag Quarantäne-Hotel : Großkreutz schuftet für den Neustart

Der KFC Uerdingen bereitet sich auf die Partie bei Waldhof Mannheim vor. Am Sonntag beziehen die Blau-Roten ihr einwöchiges Quarantäne-Hotel. Bei den fünf bisherigen Corona-Tests gab es nicht ein einziges positives Resultat.

Kevin Großkreutz war anfangs auch skeptisch, was die Fortsetzung der Spielzeit in der 3. Liga anbelangt. Inzwischen hat der 31 Jahre alte Weltmeister von 2014 die Situation ob der Corona-Pandemie nicht nur angenommen und sich mit ihr arrangiert, sondern er hat auch in den zurückliegenden Wochen an seiner Fitness gearbeitet und die körperlichen Voraussetzungen für den Re-Start der Liga geschaffen. „Er hat sich absolut professionell verhalten und von Beginn an gut mitgezogen“, berichtet Trainer Stefan Krämer. Die Arbeit kann sich auszahlen, denn der Spielbetrieb wird am 30. Mai fortgesetzt. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beschlossen. Der KFC Uerdingen tritt dann beim SV Waldhof Mannheim an – ein zumindest aus zweierlei Sicht überaus prickelndes Duell.

Zum einen sind die beiden Relegationsspiele vom Mai 2018 um den Aufstieg in die 3. Liga den Fans noch in bester Erinnerung. Aber nicht nur ihnen, sondern auch Trainer Stefan Krämer, der mit den Blau-Roten in beiden Begegnungen das Feld als Sieger (1:0/2:1) verließ. Ähnliche Szenen wie im Rückspiel wird es diesmal nicht geben, denn die kommenden Begegnungen finden ohne Zuschauer statt. Vor zwei Jahren hatten die Waldhöfer kein Feuerwerk auf dem Rasen zünden können, dafür zündeten einige Chaoten auf den Rängen eines der pyrotechnischen Art, und zwar so heftig, dass das Spiel abgebrochen werden musste.

Zum anderen gehören die Mannheimer zur lautstarken Minderheit, die sich vehement für einen Saisonabbruch ausgesprochen hat. Der derzeitige Tabellenzweite, der die position nur aufgrund des besseren Torverhältnisses inne hat, hoffte so, sich den Aufstieg in die 2. Liga sichern zu können.

Aber das Spiel ist noch zu weit weg. In Uerdingen stehen derzeit andere Themen im Vordergrund. So wird sich der KFC am Sonntag in die geforderte einwöchige Quarantäne begeben. Wo er Station machen wird, ist noch offen. „Die Entscheidung steht noch aus“, sagt Krämer. Klar ist aber, dass es nicht in Venlo sein wird, wo die Mannschaft im Januar ihr Trainingsquartier bezogen hatte. „Wir werden auf jeden Fall in Deutschland bleiben. Ich weiß auch gar nicht, ob das erlaubt wäre, aber das ist kein Thema.“

Der Fußballlehrer plant die kommende Woche. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, damit die Tage für die Spieler nicht zu lang werden“, sagt er. Im Gegensatz zu einem Trainingslager darf das Hotel schließlich nicht verlassen werden – der Augsburger Trainer Heiko Herrlich dient als warnendes Beispiel. Er hatte das Hotel nur verlassen, um Zahnpasta zu kaufen und wurde gesperrt.

Ähnliche Fehltritte aus Unachtsamkeit will der KFC unbedingt vermeiden. „Wir sind jetzt fünf Mal getestet worden und alle waren negativ“, sagt Krämer. „Das wollen wir beibehalten. Das zeigt, dass wir uns alle extrem an die Vorschriften gehalten haben. Das wollen wir beibehalten.“ Das ist eine Frage der Disziplin und Konzentration – eine gute Übung für das dann folgende Spiel auf dem Feld.