KFC Uerdingen: Kevin Großkreutz feiert nach vier Monaten Pause sein Comeback

Nach fast vier Monaten Pause : Großkreutz feiert Comeback

Nach einer fast viermonatigen Pause aufgrund einer Sperre und Verletzung setzt der Weltmeister mit dem KFC Uerdingen zu einem Neustart an, der bei den Würzburger Kickers wieder in die Erfolgsspur zurückkehren will.

Kevin Großkreutz war Weltmeister, Deutscher Meister, Pokalsieger. Er war ganz oben. Mit weniger gelungenen Aktionen außerhalb des Fußballplatzes kickte er sich ins Abseits. Beim KFC Uerdingen wollte er den Spaß am Spiel wiedergewinnen. Darum ringt er in diesen Tagen, denn die Saison ist für ihn bislang wenig erfreulich verlaufen – wie für die gesamte Mannschaft. Großkreutz sah am 3. August in Großaspach die Rote Karte, stand dann bei der 0:3-Pleite gegen Mannheim am 23. September erstmals wieder auf dem Platz, aber auch letztmals. Hüftprobleme machten ihm zu schaffen. Ob er wirklich verletzt war oder indisponiert? Die Frage bleibt unbeantwortet, ist aber auch nebensächlich. Entscheidend ist: Am Samstag gibt es für ihn im Spiel bei den Würzburger Kickers einen Neustart – wie für die gesamte Mannschaft.

Teamchef Stefan Reisinger hat einige Überraschungen angekündigt. Das ist aus doppeltem Grund keine Überraschung: zum einen, weil die Mannschaft zuletzt bei der 0:3-Heimschlappe gegen den 1. FC Kaiserslautern nahezu alles schuldig blieb, zum anderen, weil in Kapitän Jan Kirchhoff und Adam Matuschyk zwei Stammspieler gesperrt sind. Das hat vor allem Auswirkungen auf den Defensivbereich.

Wenngleich oftmals die Angriffsschwäche beklagt wird – der KFC hat mit nur 15 erzielten Toren in 15 Spielen den zweitschwächsten Sturm der Liga hinter Schlusslicht Carl Zeiss Jena (14) –, so liegt der Schlüssel zum Erfolg jedoch in der Defensive. Das war besonders in den ersten vier Spielen unter Teamchef Reisinger deutlich geworden, in denen die Mannschaft nur ein einziges Gegentor kassiert und prompt zehn Punkte geholt hatte.

Um die Abwehr zu stabilisieren, könnten Trainer Daniel Steuernagel und Teamchef Reisinger auf Erfahrung setzen. Während Alexander Bittroff und Assani Lukimya gesetzt sind, geht es um die beiden anderen Positionen der Viererkette. Kevin Großkreutz sollte sein Comeback feiern. Wenngleich Kritiker ihm vorhalten, er setze zu wenige Akzente, so ist jedoch festzuhalten, dass er äußerst selten gegnerische Offensivaktionen zugelassen und seine Seite dicht gemacht hat.

Für die Position in der Innenverteidigung bieten sich Oliver Steurer und Dominic Maroh an. Der aus Heidenheim ausgeliehene Steurer hat allerdings in Duisburg (0:2) und gegen Kaiserslautern einen schwachen Eindruck hinterlassen und war an Gegentoren nicht schuldlos. Derweil dürfte der vom ehemaligen Trainer Heiko Vogel aussortierte Routinier Maroh auf seinen Einsatz brennen.

Während auf der Sechserposition Manuel Konrad und Jena-Manuel Mbom gesetzt scheinen, könnten auch in der Offensive zumindest zwei Spieler eine Chance erhalten, die zuletzt nicht so häufig auf dem Platz standen. Franck Evina hat zuletzt beim Afrika-Cup Selbstvertrauen getankt und hat in den ersten vier Saisonspielen bewiesen, dass er Tore erzielen kann. Und Patrick Pflücke hinterließ im Testspiel bei Borussia Mönchengladbach einen guten Eindruck, wofür ihn Steuernagle/Reisinger ausdrücklich lobten.