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KFC Uerdingen: Keine Rettung aber auch kein Ultimatum vom Insolvenzverwalter

Kein Ultimatum vom Insolvenzverwalter : Der KFC Uerdingen ist noch nicht gerettet

Die Gefahr ist noch nicht gebannt, aber es gibt auch kein Ultimatum. Demnach wird der Fußball-Drittligist KFC Uerdingen am Montag um 19 Uhr beim SV Wehen Wiesbaden antreten.

Der KFC Uerdingen ist noch nicht gerettet, aber sein Aus auch noch nicht besiegelt. „Es ist weiterhin alles im Prozess“, sagte Thomas Feldmann auf Anfrage unserer Redaktion. Er ist Pressesprecher der Kanzlei Andres und Partner, deren Rechtsanwalt Claus-Peter Kruth vom Amtsgericht als Insolvenzverwalter eingesetzt worden ist. „Ein Ultimatum, das in der Öffentlichkeit kolportiert wurde, wurde von uns nicht gesetzt.“ Die Bild-Zeitung hatte berichtet, der Insolvenzverwalter habe dem Fußball-Drittligisten eine Frist gesetzt, die am Donnerstag um 12 Uhr ablaufe.

Eine aktuelle Einschätzung der wirtschaftlichen Situation wollte der Insolvenzverwalter allerdings nicht vornehmen. „Zu Einzelheiten geben wir bei laufenden Verfahren keine Auskunft“, erklärte Feldmann. „Wir arbeiten weiter an der Fortsetzung des Spielbetriebs. Die Bemühungen laufen.“ Ob der KFC Uerdingen jedoch auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen werde, hänge, was die Wirtschaftlichkeit betreffe, „von einem finanzstarken Investor“ ab. Nach dem Rückzug des Geldgebers Mikhail Ponomarev hatte die armenische "Noah Company" mit dem neuen Gesellschafter Roman Gevorkyan dessen Anteile am Klub übernommen.

Laut Spielplan bestreitet der KFC Uerdingen am kommenden Montag sein nächstes Meisterschaftsspiel beim SV Wehen Wiesbaden. Nach drei harten Trainingstagen hatte die Mannschaft am Donnerstag frei. Ob sie bereits am Sonntag in den nur 220 Kilometer entfernten Spielort fährt oder aber die Hotelkosten spart und am Spieltag anreist, war noch offen. Trainer Stefan Krämer nahm es gewohnt locker: „Und wenn wir keinen Bus haben, fahren wir mit ein paar Autos da hin, gewinnen und fahren wieder zurück.“