KFC Uerdingen: Kapitän Mario Erb schon wieder schwer verletzt

Personalnot in Uerdingen: KFC-Kapitän Erb fällt mit schwerer Gesichts-Verletzung aus

Der Kapitän des KFC Uerdingen erleidet die dritte schwere Verletzung innerhalb von neun Monaten. Nach doppeltem Kieferbruch und Bruch des Schienbeinkopfes hat es ihn jetzt schon wieder heftig erwischt.

Mario Erb ist ein armer Kerl. So oft und so schwer wie in den vergangenen neun Monaten war der 28 Jahre alte Abwehrspieler in seiner Karriere nie zuvor verletzt. Aber der Kapitän des KFC Uerdingen lässt sich nicht hängen. Er setzt alles daran, am Samstag (14 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) gegen den TSV 1860 München aufzulaufen.

Rückblende: Am 5. Mai erlitt Erb gegen den Wuppertaler SV einen komplizierten doppelten Kieferbruch. Er wurde operiert, zwei Platten eingesetzt. Die Ärzte prognostizierten eine vier- bis sechswöchige Pause, doch nur 19 Tage später stand er im Relegations-Hinspiel gegen Waldhof Mannheim (1:0) wieder 90 Minuten auf dem Platz.

Am 29. September wurde er erneut hart getroffen. Erb erlitt im Auswärtsspiel bei Fortuna Köln (2:1) einen Bruch des Schienbeinkopfes. Damit war das Jahr 2018 für ihn gelaufen. Nach der Winterpause nahm er wieder das Training auf.

Am Dienstag hat es Erb nun erneut erwischt. Im Training prallte er mit einem Mitspieler derart unglücklich zusammen, dass er einen Nasenbeinbruch erlitt. Inzwischen wurde eine Maske angefertigt, die sein Mitwirken am Samstag ermöglichen soll. „Aber ob das klappt, wissen wir nicht“, sagt Trainer Norbert Meier. Dafür gibt es keine Garantie. „Es ist ja immer die Frage, ob die Maske passt oder stört oder ob die Nase sogar dadurch wieder anschwillt.“ Zudem muss Erb die Verletzung auch mental verkraften. Das bedeutet, dass er mit Maske nicht nur schmerzfrei spielen und gut atmen kann, sondern auch bei hohen Bällen nicht ängstlich reagiert. Dann wäre sein Einsatz ein Risiko. Darauf deutet allerdings wenig hin, denn Erb hat nach seinem Kieferbruch auch keinerlei Hemmungen in Zweikämpfen gezeigt.

Erbs Ausfall hingegen wäre nicht ganz unproblematisch. Hatte der KFC bis vor zwei Wochen noch vier Innenverteidiger auf hohem Niveau, so hätte er nur noch einen: Dominic Maroh. Denn Robert Müller wurde an Energie Cottbus abgegeben und Christopher Schorch frei gestellt. „Dann wären wir gezwungen, etwas zu machen, was die Zuschauer in dieser Saison noch nicht gesehen haben“, sagt Meier. Ein Möglichkeit wäre, Mittelfeldspieler Manuel Konrad neben Maroh in der Innenverteidigung aufzubieten.

Meier hofft aber, dass Erb mitspielen kann, denn der Coach möchte an der Formation nicht allzu viel ändern. „Ich werde hier nichts revolutionieren, das wäre der falsche Ansatz.“ Vielmehr sieht er seine Aufgabe darin, die Mannschaft nach drei Niederlagen in Folge zu stabilisieren, ihr Ruhe zu geben und ihr Selbstvertrauen zu stärken.

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