KFC Uerdingen: Kapitän Jan Kirchhoff von Qualität der Mannschaft überzeugt

KFC-Kapitän Jan Kirchhoff vor Drittliga-Start : „Wir wollen zeigen, was wir können“

Der KFC Uerdingen startet am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den Halleschen FC in die neue Drittliga-Saison. Die Vorfreude ist groß, bei den Spielern und den Fans. Der neue Kapitän Jan Kirchhoff macht eine klare Ansage.

KFC-Präsident Mikhail Ponomarev hatte am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, dass Borussia Dortmund aus seiner Sicht alles andere als ein Glückslos sei. Und Trainer Heiko Vogel legte noch einmal nach. „Borussia Dortmund interessiert mich 0,000 Prozent“, sagte er. „Da verschwende ich keinen einzigen Gedanken dran. Mich interessiert nur Halle. Diesem Gegner gilt meine ganze Konzentration.“

Die wird auch sicherlich benötigt, denn der Hallesche FC, den der KFC Uerdingen am Sonntag zum Meisterschaftsauftakt um 14 Uhr in der Düsseldorfer Merkur Spielarena erwartet, hatte nach einer hervorragenden Rückrunde im Kampf um Platz drei gegen Wehen Wiesbaden dem Kürzeren gezogen. Aber das bedeutet ebenso wenig wie die gute Vorbereitung. „Sie war toll, wir hatten viele Einheiten, haben viel gearbeitet, aber all das zählt am Sonntag nicht. Da kommt es drauf an, da müssen wir von Anfang an da sein.“

Alle werden da sein, aber nur elf auf dem Platz stehen. „Es bieten sich sehr, sehr viele Spieler für die Anfangsformation an. Natürlich habe ich eine Elf im Kopf, aber es kann noch viel passieren“, sagt Vogel, der sich nicht in die Karten schauen lassen will. Allerdings hat er klare Zeichen gesetzt und manches ergibt sich von selbst, zum Beispiel weil Mittelfeldspieler Adam Matuschyk und die beiden Stürmer Osayamen Osawe und Adriano Grimaldi verletzt sind.

Einer, der jedoch hundert prozentig dabei sein wird, ist Jan Kirchhoff. Er wurde von Vogel zum Kapitän bestimmt, Assani Lukimya und Dominic Maroh zu seinen Stellvertretern ernannt. Auch das ist ein klares Signal: Auf die Abwehr kommt es an, sie gewinnt die Meisterschaft.

Kirchhoff will dem ihm verliehenen Amt jedoch nicht allzu große Bedeutung beimessen: „Es ist schön, die Binde zu tragen. Aber auch ohne Binde würde ich voran gehen.“ Der Kapitän ist sicher, von seinen Mitspielern dabei unterstützt zu werden. „Alle werden ihre Qualitäten einbringen – sportlich und menschlich. Wir wollen zeigen, was wir können. Und es ist toll, dass wir so ein hohes Niveau haben. Wir werden sehen, wer auf den Platz darf.“ Der Konkurrenzkampf ist voll entbrannt.

Nachdem Trainer Vogel nach der Rückkehr aus dem Trainingslager über den Rasen in der Grotenburg geschimpft hatte, zollte er der Stadt nun ein dickes Lob: „Ich sage, wenn etwas nicht gut ist, aber ich lobe auch, wenn etwas gut ist – und in dieser Woche war der Rasen top.“ Der dürfte am Sonntag in Düsseldorf auch in bester Verfassung sein, denn er wurde in den vergangenen Tagen frisch verlegt. „Das ist die Hauptsache“, sagt Vogel, der sich nicht um die Stimmung in der riesigen Arena sorgt. „Es ist ein schönes Stadion.“ Und wenn der KFC gut spielt, wird auch die Stimmung gut sein.

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