KFC Uerdingen kann wieder auf Adam Matuschyk bauen

Auswärtsspiel in Ingolstadt : KFC Uerdingen kann wieder auf Matuschyk bauen

Mittelfeldspieler Adam Matuschyk kann im Auswärtsspiel am Samstag in Ingolstadt den erneut verletzten Dennis Daube auf der Sechser-Position ersetzen. Ansonsten lichtet sich das Krankenlager beim KFC Uerdingen noch nicht. Edvinas Girdvainis leicht angeschlagen.

Stolze 115 Jahre wird der KFC in diesem Jahr alt und noch immer kann er Premieren feiern, was Spiele in neuen Stadien anbelangt. So auch am Samstag, wenn die Blau-Roten um 14 Uhr im Audi-Sportpark beim dort beheimaten FC Ingolstadt antreten. Nach dem mit 0:3 verlorenen Hinspiel das auch erst zweite Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften. Denn dieser Verein wurde erst 2004 durch eine Fusion der Fußballabteilungen der beiden Vorgängervereine MTV und ESV Ingolstadt gegründet. Die spielten zwar auch schon zweitklassig und das auch zu parallelen Uerdinger Zweitligazeiten, doch die damalige Zweiteilung in eine Nord- und eine Südstaffel verhinderte das direkte Aufeinandertreffen.

Zweitklassigkeit, so lautet auch das aktuelle Ziel der Schanzer, wie sie sich selbst nennen. Selbstverständlich für einen letztjährigen Zweitligaabsteiger. Und aktuell liegt Ingolstadt als Tabellenzweiter auf Kurs, drei Punkte hinter dem anderen Absteiger, dem MSV Duisburg. Eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage, die erst am vergangenen Sonntag durch ein 1:3 bei den Würzburger Kickers endete, beförderte sie auf diesen Platz. Die Partie für die Uerdinger am Samstag ist also ein weiteres Spiel gegen eine Spitzenmannschaft. „Nach den guten Leistungen in den anderen Partien gegen Spitzenteams wie Duisburg, Halle und zuletzt Unterhaching, ist es Zeit, dass wir wieder eine gute Leistung bringen und uns dann aber auch mit drei Punkten belohnen“, gibt KFC-Trainer Daniel Steuernagel eine ambitionierte, aber eben auch klare Zielrichtung vor.

Was das Personal anbelangt, hat sich gegenüber der Partie gegen die Sonnenhof-Grossaspach kaum eine Veränderung ergeben. Mit seiner Knieverletzung weiter zum Zuschauen verurteilt ist Jean-Manuel Mbom, weshalb wegen der U23-Regel der 18-jährige Niklas Zass am Freitag mit in den Zug nach Ingolstadt steigen wird. Auch Alexander Bittroff (Wade), Selim Gündüz (Knie) und Adriano Grimaldi (noch Trainingsrückstand) fehlen weiterhin. Mit seiner gegen Grossaspach erlittenen Sprunggelenksverletzung reiht sich Dennis Daube in diese Reihe ein. Dafür ist Adam Matuschyk nach überstandener Augenverletzung wieder fit. Beide sind auf der Sechser-Position zu Hause, so dass hier ein Wechsel eins-zu-eins vorstellbar ist. Über Beschwerden im Oberschenkel klagte unter der Woche Winterneuzugang Edvinas Girdvainis. „Den musste man ja förmlich bremsen, einmal auf seinen Körper zu hören“, berichtete Teamchef Stefan Reisinger und geht danach fest von der Einsatzfähigkeit aus. Girdvanis ist ein sehr kopfballstarker Spieler. „Kopfballstärke werden wir brauchen“, fasste Teamchef Reisinger seine Erkenntnisse aus gleich drei Spielbeobachtungen zusammen. „Vorne wie hinten haben sie groß gewachsene Spieler mit hoher fußballerischer Qualität in ihren Reihen. Da gilt es – falls man kleiner ist – auch einmal geschickt den Körper dagegen zu stellen“, appelliert er an die Seinen.