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KFC Uerdingen ist weiter auf einem guten Weg

Formkurve geht nach oben : Der KFC ist auf einem guten Weg

Auch beim Test gegen den Bundesligisten Schalke 04 war in allen Mannschaftsteilen eine positive Entwicklung zu erkennen. Besonders die Abwehr war bisher konstant stabil und ließ gegen die klassenhöheren Teams wenig zu.

Nach vier absolvierten Testspielen im Hinblick auf die neue Saison, die am Wochenende 18. bis 20. September beginnen soll, befindet sich die Mannschaft des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen auf einem guten Weg. Die Auswahl von Cheftrainer Stefan Krämer präsentierte sich vor allem in der Abwehr bereits sehr stabil. Lediglich in der Partie gegen den niederländischen Erstligisten PSV Eindhoven kassierten die Uerdinger drei Gegentore. Bei dem Test gegen den Zweitligisten Bochum stand am Ende die Null und beim Spiel gegen den Erstligaabsteiger Paderborn kassierte man zwar zwei Gegentore, wobei der zweite Treffer aber für den jungen Uerdinger Torhüter Julius Paris sehr unglücklich fiel.

Am Dienstag gegen den Erstligisten Schalke 04 präsentierte sich die Abwehrformation um den bulgarischen Neuzugang Stefan Velkov bestens, so dass die Knappen kaum zu Torchancen kamen. Krämer setzte in den Tests gegen Bochum und Schalke auf eine Viererkette mit den Außenverteidigern Christian Dorda und Haktab Traore. Im Zentrum verteidigten Edvinas Girdvainis und Velkov. Letzter spielte in beiden Partien als einer der wenigen Spieler durch und dürfte somit auch für den Meisterschaftsstart gesetzt sein. Auch der aufs Abstellgleis geratene Domenic Maroh, der in beiden Spielen in der zweiten Halbzeit für Girdvainis eingewechselte wurde, machte seine Sache ordentlich. Und dann ist ja auch noch der derzeit noch verletzte Assi Lukimya sicher ein Thema für die Startelf.

Das fast vollständig neu formierte Mittelfeld des KFC zeigte sich in den beiden vergangenen Testspielen sehr lauffreudig, spielfreudig und variabel. Währen der aus Münster geholte Fridolin Wagner gut nach hinten absicherte, setzten Peter van Ooijen, Kolja Pusch, Christian Kinsombi, Ali Ibrahimaij und Mike Feigenspan gute Akzente nach vorne. Auffällig dabei die vielen Positionswechsel. Von ihnen gingen auch viele gefährliche Toraktionen aus. Auf Schalke trafen Pusch und van Ooijen und Feigenspann holte den Elfmeter, der zum 3:0 führte, heraus. Arbeiten muss das Trainerteam der Uerdinger in den kommenden Wochen noch an der Treffsicherheit seiner Stürmer. Adriano Grimaldi merkt man noch die langen Verletzungspausen der vergangenen anderthalb Jahre an und Osayamen Osawe bringt bekanntermaßen viel Geschwindigkeit auf den Platz, lässt aber zu viele klare Torgelegenheiten ungenutzt.

Im Tor dürfte Lukas Königshofer die Nummer 1 sein, er spielte in Bochum tadellos. Ob Probespieler Sven Müller (zuletzt Karlsruher SC) verpflichtet wird, soll sich nach dem Test am Freitag bei Zweitligist Hannover entscheiden. Vielleicht bekommt er dann auch mehr Schüsse auf seinen Kasten, wie am Dienstag auf Schalke, und kann sich dann auszeichnen. Auch Gino Fechner (zuletzt 1. FC Kaiserslautern) soll am Freitag noch mal vorspielen. Gegen Schalke gab er auf der Sechs nach der Pause eine gute Figur ab.

Für den KFC Uerdingen war der Test auf Schalke die erste Partie seit Anfang März, wo auch Zuschauer im Stadion waren. Die Gelsenkirchener hatten 300 Eintrittskarten an besonders treue Anhänger verlost. Ein sehr gutes Hygienekonzept, bei dem etwa 60 Helfer im Einsatz waren, sorgte für einen reibungslosen Ablauf am und im umgebauten Parkstadion. Was Einsatz von Desinfektionsmittel, Abstand und Maskenpflicht betrifft, können sich Spieler und Zuschauer in unteren Amateurklassen ein Beispiel nehmen.