KFC Uerdingen ist auf dem Boden der Dritten Liga gelandet

Niederlage gegen Würzburg : Der KFC ist zurück auf dem Boden der Tatsachen

Der KFC Uerdingen schwebte gedanklich bereits in höheren Sphären. Wem die Erfolge der letzten Zeit zu Kopf gestiegen sind, den holte die Niederlage gegen Würzburg allerdings schonungslos zurück auf den Boden.

Mit ihrer Kritik an der Stadt stehen die Spieler des KFC Uerdingen nicht alleine da. Nachdem Anfang vergangener Woche tatsächlich zweieinhalb Zentimeter Schnee gefallen waren, waren die Fußballplätze in Krefeld gesperrt worden. Und da die Stadt freitags mittags ins Wochenende geht und der Wetterbericht für die folgenden Tage ignoriert worden war, blieben die Plätze gesperrt, obwohl sie am Samstag und Sonntag bei milden zehn Grad längst abgetaut und bestens bespielbar waren. Das war ärgerlich für alle Vereine. Und dass der KFC nicht gerade unter professionellen Trainingsbedingungen arbeitet, ist unstrittig – hat aber nichts mit der Niederlage gegen Würzburg zu tun.

Vielleicht sind den Spielern die letzten Tage und Wochen zu Kopf gestiegen. Durch fünf Siege in Folge rückten sie auf Platz drei vor und waren auf Aufstiegskurs. Die 0:4-Schlappe in Unterhaching schien ein Betriebsunfall. Es folgte ein Trainingslager unter erstklassigen, nicht drittklassigen Bedingungen: Das Hotel war luxuriös, die Plätze exzellent, die Gegner von Format wie Europa-League-Teilnehmer FC Zürich. Zurück in Deutschland gab es die Generalprobe beim FC St. Pauli – auch hier bot der KFC eine gute Vorstellung, gestattete den Hanseaten beim torlosen Remis nur eine Chance in 90 Minuten.

Gegen Würzburg ist es der Uerdinger Mannschaft nicht gelungen, den Hebel umzulegen. Sie wähnte sich, wenn schon nicht mehr im Winterschlaf, so doch weiterhin in der Wohlfühl-Oase Profifußball. Der sieht aber im Alltag der Dritten Liga anders aus. Da gilt es zu rennen, zu kämpfen, zu beißen, Gras zu fressen. Willkommen zurück in Liga drei!

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