Schwache Bilanz gegen SC St. Tönis Auch Pascale Talarski fehlt dem KFC Uerdingen

Krefeld · Die Uerdinger Mannschaft soll am Samstag im Derby gegen den SC St. Tönis ein anderes Gesicht haben als in der Vorwoche – personell und sportlich. Die Gastgeber stehen gegen den Nachbarn erheblich unter Druck.

Pascale Talarski, der hier im Hinspiel von Maximilian Pohling attackiert wird, fehlt wegen einer fiebrigen Grippe.

Pascale Talarski, der hier im Hinspiel von Maximilian Pohling attackiert wird, fehlt wegen einer fiebrigen Grippe.

Foto: Stefan Brauer/STEFAN BRAUER

Es gibt Lieblingsgegner und Angstgegner. Nun wäre es allerdings zu früh, die Begegnung zwischen dem KFC Uerdingen und dem SC St. Tönis in eine dieser Kategorien einzuordnen, denn die Nachbarn trafen in Meisterschaftsspielen bislang erst drei Mal aufeinander. Diese drei Begegnungen wurden für die Blau-Roten aber zu einer Art Spießrutenlauf, denn der große Traditionsverein verbuchte keinen Sieg – 2:2, 1:4 und 1:2 lauteten die Resultate, wobei vor allem die deutliche Schlappe in der Grotenburg in der vergangenen Saison schmerzte. „Dorfverein, Dorfverein“, höhnten die SC-Anhänger, weil sie sich im Vorfeld der Partie von dieser Umschreibung getroffen fühlten.

Der KFC ist aber nicht nur wegen dieser bislang mickrigen Bilanz unter Druck, sondern auch aufgrund der tabellarischen Situation: Acht Punkte beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Baumberg, dahinter rangieren die sich inzwischen zum Favoriten aufgeschwungenen Ratinger. Die Uerdinger können sich also keinen Punktverlust leisten.

Uerdingens Trainer Marcus John weiß all das, doch hat er noch andere Sorgen. Neben den Langzeitverletzten Leonel Kadiata (Kreuzbandriss) und Hinata Gonda (Innenbandriss) fällt mit Sicherheit Pascale Talarski wegen einer fiebrigen Grippe aus. Zudem sind Levan Kenia (Schulter), James Shepard, Michachel Blum (beide Oberschenkel) und Torjäger Dimitrios Touratzidis (nach Innenbandanriss) angeschlagen. Letzterer hatte das Training abgebrochen. „Wer von ihnen spielen kann, ist noch nicht klar“, sagt John.

Physiotherapeut Sascha Brüggemann hat daher in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. „Was er leistet, ist beeindruckend“, sagt John. „Als wir von 20 bis 21.30 Uhr trainiert haben, ist Sascha gekommen und hat die Spieler noch massiert. Als ich nach 22 Uhr ging, lag Justin Klein noch auf der Pritsche, das ist unglaublich.“

John weiß, dass eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Hamborn (0:0) nötig sein wird, um dem SC Paroli zu bieten. „Dort haben wir zu oft falsche Entscheidungen getroffen“, sagt der Coach, der einen tief stehenden und auf Konter lauernden Gegner erwartet. „Sie werden drauf warten, dass wir unruhig und ungeduldig werden.“

Auch personell wird John einige Änderungen vornehmen. Justin Klein, Gianluca Rizzo und Takumi Yanagisawa drängen in die Startformation, auch Maximilian Funk ist eine Alternative. Offen ist auch, ob Robin Udegbe oder Marvin Gomoluch das Tor hüten.

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