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KFC Uerdingen hat nah dem 1:1 in Halle Platz drei im Visier

Nach dem 1:1 in Halle : KFC Uerdingen hat Platz drei im Visier

Der KFC Uerdingen holt beim Halleschen FC ein 1:1. Alexander Bittroff bringt die Gäste vor 7.803 Zuschauern in Führung, Terrence Boyd gleicht aus. Mit dem Punkt können die Gäste gut leben.

Der KFC Uerdingen kann die Weihnachtstage genießen. Beim Auswärtsspiel in Halle kam er zu einem 1:1 (0:0) und blieb damit zum fünften Mal in Folge ungeschlagen. Damit beträgt der Rückstand auf den dritten Platz zum Jahreswechsel nur noch drei Punkte.

Nach den Ergebnissen von Freitag und Samstag war die Konstellation in der Dritten Liga plötzlich eine völlig andere. Nach einer völlig verkorksten ersten Hinrunden-Hälfte und einer versöhnliche zweiten besagte der Blick auf die Tabelle: Dem KFC genügt in Halle bereits ein Punkt, um die inzwischen ordentliche Tabellensituation mit einem durchaus erträglichen Rückstand auf die Spitze ins neue Jahr hinüber zu retten. Ähnlich sah es Trainer Daniel Steuernagel vor dem Anpfiff: „Wir haben jetzt zehn Punkte in vier Spielen geholt. Jetzt wollen wir auch den guten Abschluss schaffen. Das wird ein Kampfspiel, in dem wir die Intensität der vergangenen Wochen auf den Platz bringen müssen."

Das Lazarett des KFC war zwar prall gefüllt: Rene Vollath, Bouba Barry, Jan Kirchhoff, Kevin Großkreutz, Franck Evina, Osayamen Osawe, Selim Gündüz, Tobias Rühle, Khalil Mohammad sowie der gesperrte Roberto Rodriguez fehlten. Dennoch mussten Teamchef Stefan Reisinger und Steuernagel ihre Anfangsformation nur auf einer Position ändern: für Evina kam Patrick Pflücke in die Elf. Das war mutig, denn anstatt des offensivstärkeren Blondschopfs hätte das Duo auch den defensivstärkeren Dennis Daube aufbieten können.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Gäste die erste gute Möglichkeit in Führung zu gehen, als Jean-Manuel Mbom einer Hereingabe von Alexander Bittroff mit der Hacke verwandeln wollte. Wenig später zappelte der Ball im Uerdinger Netz, doch die Hallenser Fans jubelten zu früh, denn Pascal Sohm stand im Abseits. Es war aber die Aktion, die das Selbstbewusstsein der Gastgeber stärkte und sie beflügelte. Fortan stand der KFC unter Druck, wobei sich Dominic Maroh als Turm in der Schlacht erwies. Es waren packende Duelle, die sich die beiden Uerdinger Innenverteidiger Maroh und Assani Lukimya mit Terrence Boyd, der zuvor schon 13 Mal getroffen hatte, und Pascal Sohm (9) lieferten. So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild, wobei die Uerdinger nicht mehr so tief standen, ihre Konter nun flüssiger vortrugen und gefährlicher waren. Pflücke verpasste eine Hereingabe von Christian Kinsombi nur um Haaresbreite und wenig später wurde Tom Boere bei seinem Abschluss geblockt. Nach einer knappen Stunde kam dann Daube und feierte nach seinem Innenbandriss Anfang August sein Comeback.

Das Tor passte zu dem Abnutzungskampf,d er von beiden Seiten mit großem körperlichem Einsatz geführt wurde. Ein Schuss aus 28 Metern von Alexander Bittroff wurde in der 70. Minute von Sebastian Mai abgefälscht und landete im Netz. Für den 31 Jahre alten Verteidiger war es das erste Drittliga-Tor. Neun Minuten vor dem Ende kamen die Gastgeber zum nicht unverdienten Ausgleich durch Terrence Boyd. Die emotional geführte Partie spitzte sich weiter zu, wobei sich beide Mannschaften in der Schlussphase einen offenen Schlagabtausch lieferten. Doch ein Tor fiel nicht mehr.