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KFC Uerdingen hat in Hidde Jurjus seine Nummer eins gefunden

KFC Uerdingen hat seine Nummer eins : Die Zahlen sprechen eindeutig für Hidde Jurjus

Seitdem der 26 Jahre alte Niederländer zwischen den Pfosten steht, geht es mit dem KFC Uerdingen aufwärts. Die positive Bilanz will der ehemalige Junioren-Nationaltorhüter gegen den 1. FC Kaiserslautern fortschreiben.

Es heißt, die Tabelle lügt nicht. Die Tabelle spiegelt ein Zahlenwerk wider und das spricht eindrucksvoll für Hidde Jurjus. Der 26 Jahre alte Niederländer kam im Sommer vom PSV Eindhoven und hatte den Anspruch zu spielen und mit dem KFC Uerdingen in die zweite Liga aufzusteigen. Doch beim Saisonstart saß er auf der Bank. Ihm mangele es an Spielpraxis, hieß es damals offiziell. Die wiederum drückte sich auch in ein paar Pfund zuviel aus. Jurjus war sauer, verhielt sich jedoch professionell, arbeitete hart und wartete auf seine Chance.

Die erhielt er bereits nach nur sechs Spielen, weil die Nullfünfer einen Fehlstart hingelegt hatten. Mit nur einem Sieg, zwei Unentschieden, drei Niederlagen und zehn Gegentoren hatten sie den Saisonauftakt vermasselt. Daraufhin setzte Trainer Stefan Krämer ein klares Zeichen, indem er den Torwart wechselte. Hidde Jurjus erhielt seine Chance und mit ihm ging es aufwärts. Seine Bilanz ist richtig gut: In zehn Spielen holte er nur fünf Mal den Ball aus dem Netz, blieb sechs Mal ohne Gegentor und sammelte mit der Mannschaft 17 Punkte. „Daran war aber die ganze Mannschaft beteiligt“, sagt der Torhüter, der seinen Kasten in den drei zurückliegenden Begegnungen sauber hielt nun seit 282 Minuten ohne Gegentor ist.

Wenngleich die Mitspieler daran natürlich ihren Anteil haben, so erweist sich Jurjus doch als sicherer Rückhalt. Dabei verrichtet er nicht nur seine Arbeit zwischen den Pfosten ordentlich, sondern strahlt auch Ruhe und Sicherheit aus, weil er mit dem Ball am Fuß umzugehen weiß. Ein Rückpass eines Mitspielers stellt ihn nicht vor eine besondere Herausforderung, weil seine Ballannahme sicher und sein Passspiel präzise sind. Sie dokumentieren jene gute fußballerische Ausbildung, die Niederländern nachgesagt wird.

Das Problem in der Offensive hat der KFC zwar noch nicht gelöst, aber eine Variante entdeckt, die zum Erfolg beitragen kann: Standardsituationen. Beide Treffer beim 2:0-Sieg in Köln fielen nach Eckbällen. „Wir haben jetzt Spieler, die ruhende Bälle sehr genau spielen können“, sagt Krämer und denkt dabei wohl an Peter van Ooijen, Kolja Pusch und Patrick Göbel. „Diese Bälle sind in der Liga ganz wichtig und können Türöffner sein. Aber mit der Quote sind wir noch nicht zufrieden, aber wenn es in Köln doppelt geklappt hat.“

Nach den beiden Siegen gegen Türkgücü München (1:0) und in Köln wollen die Uerdinger die englische Woche vergolden und das Jahr mit einem Sieg abschließen. Dabei könnte der KFC am Samstag (14 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern zum dritten Mal in Folge die gleiche Aufstellung aufbieten. Das gab es in der Dritten Liga noch nicht.