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KFC Uerdingen gewinnt das Niederrheinderby beim MSV Duisburg 2:0

2:0-Sieg : KFC Uerdingen gewinnt beim MSV Duisburg

Gut erholt präsentierte sich KFC Uerdingen nach der 0:4-Heimniederlage gegen Wiesbaden. Die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer gewann beim MSV Duisburg verdient mit 2:0. Gustav Marcussen und Muhammed Kiprit waren die Torschütze.

Mit Geburtstagsgeschenken ist das immer so eine Sache. Mal kommen sie an, mal nicht. Mikhail Ponomarev, der Präsident der KFC Uerdingen, hat das Geschenk der Mannschaft zu seinem Ehrentag strahlend in Empfang genommen: Sie gewann das Niederrheinderby beim MSV Duisburg verdient mit 2:0 (0:0). Gustav Marcussen in der 48. Minute und Muhamed Kiprit in der 71. Minute trafen für den KFC .

In Corona-Zeiten ist alles etwas anders. Die Kontakte sollen möglichst reduziert werden, was auch der MSV Duisburg ernst nimmt. So kamen die Spieler kamen die Spieler erst 75 Minuten mit ihren privaten PKW zum Stadion. 40 Minuten später kamen sie auf den Rasen, um sich aufzuwärmen; der KFC noch zehn Minuten später.

Bei den Uerdingern hatte Trainer Stefan Krämer seine Anfangsformation umbauen müssen, doch auf einer Position tat er es freiwillig: für Lukas Königshofer feierte der vom PSV Eindhoven gekommene Hidde Jurjus sein Debüt zwischen den Pfosten. Es fehlten neben den Langzeitverletzten Jan Kirchhoff, Osayamen Osawe, Adriano Grimaldi, Peter van Ooijen und Haktab Omar Traore nun auch die frisch verletzten Tim Albutat, der gegen seinen Ex-Klub sicherlich gerne aufgelaufen wäre, und Kolja Pusch. Insgesamt standen gegenüber der 0:4-Schlape gegen Wiesbaden sieben Neue in der Startformation: Neben Jurjus waren es Edvinas Girdvainis, Mike Feigenspan, Gino Fechner, Fridolin Wagner, Patrick Göbel und Gustav Marcusson.

„Natürlich hätte die Elf ein etwas anderes Gesicht, wenn alle fit wären“, sagte Krämer vor dem Spiel. „Aber das ist für mich kein Thema. Ich arbeite gerne mit den Jungs, die zur Verfügung stehen. Sie haben mein vollstes Vertrauen.“

Die Gäste zeigten in der ersten Halbzeit eine ansprechende Leistung und waren leicht überlegen. Beide Mannschaften hatten je zwei Möglichkeiten, wobei jeder der beiden Torhüter sich einmal auszeichnen konnte, ehe die Uerdinger zwei Minuten vor der Pause die beste Chance hatten: Nach einer Flanke von Lukimya, die Marcussen weiterleitete, kam Kiprit zum Abschluss, doch der Schuss war zu unplatziert, so dass Leo Weinkauf parieren konnte.

Die Uerdinger begannen, wo sie aufgehört hatten - aber erfolgreicher. Nach einer scharfen Hereingabe von Mike Feigenspan war Gustav Marcussen zur Stelle und drückte den Ball in der 48. Minute über die Linie. Die Duisburger zeigten sich beeindruckt und wankten, doch der KFC versäumte es, frühzeitig mit einem zweiten Treffer, der durchaus möglich gewesen wäre, für klare Verhältnisse zu sorgen. Das erledigte dann Muhammed Kiprit. Für den 21 Jahre alten Torjäger war es bereits der vierte Saisontreffer.

Der Sieg der Uerdinger war verdient, weil sie über weite Strecken überlegen waren, defensiv nichts zuließen und offensiv gefährlicher waren. Das ist umso bemerkenswerter, da die Mannschaft, die zuvor nur fünf Punkte aus sechs Spielen geholt hatte, nicht vor Selbstvertrauen strotzte. Doch Präsident Ponomarev hatte Trainer Krämer in der vergangenen Woche den Rücken gestärkt und dieser seiner Mannschaft. Eine nicht alltägliche Aktion, die von Erfolg gekrönt war.