KFC Uerdingen gegen Hansa Rostock ohne Großkreutz und Maroh

Uerdingen fehlt ein Quartett: Viererkette des KFC ist gesprengt

Im Spiel gegen Hansa Rostock fehlt neben dem gesperrten Außenverteidiger Kevin Großkreutz auch Innenverteidiger Dominic Maroh. Zudem sind auch die Einsätze von Connor Krempicki und Johannes Dörfler unwahrscheinlich.

Der Erfolg in den drei zurückliegenden Begegnungen, die der KFC Uerdingen in Braunschweig, gegen Aalen und in Cottbus jeweils mit 2:0 gewonnen hat, basierten auf einer soliden Defensivleistung. „Nach den drei Niederlagen zuvor hatten wir unsere Spielanlage umgestellt“, sagt Trainer Stefan Krämer. Die Uerdinger vertrauten nicht mehr ihrer fußballerischen Überlegenheit, sondern passten sich den Gepflogenheiten der Dritten Liga an, in der es weniger um spielerische Dominanz, dafür aber umso mehr um Zweikampfstärke und fehlerfreies Aufbauspiel geht.

Ausgerechnet die langsam eingespielte, immer stärker werdende Viererkette wird nun gesprengt, genauer gesagt: halbiert. Der rechte Verteidiger Kevin Großkreutz ist am Samstag im Heimspiel gegen Hansa Rostock (14 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) gesperrt, Innenverteidiger Dominic Maroh erkrankt. Zudem fehlt höchstwahrscheinlich Connor Krempicki, der das Training am Donnerstag wegen Problemen im Oberschenkel abbrechen und sich in ärztliche Behandlung geben musste. Und ob der erkrankte Johannes Dörfler noch rechtzeitig fit wird, ist ungewiss.

Welche Alternativen hat Krämer? Relativ einfach ist das auf der Position von Großkreutz. Für den Weltmeister von 2014 ist Alexander Bittroff erste Wahl, aber auch Jan Holldack eine Alternative.

Als Ersatz für Maroh bieten sich ebenfalls zwei Möglichkeiten an: Manuel Konrad könnte aus dem defensiven Mittelfeld zurück gezogen werden oder aber Robert Müller erstmals aufgeboten werden. Für Müller spricht, dass das defensive Mittelfeld mit Tanju Öztürk und Konrad Bestand hätte; für Konrad als Innenverteidiger, dass eine offensivere Variante gewählt würde.

Schließlich muss auch der laufstarke Krempicki ersetzt werden. Diese Aufgabe könnte Maurice Litka übernehmen, wobei abgewägt werden muss, ob er von Beginn anspielen oder aber erneut Lucas Musculus eine Chance erhalten soll, so dass Litka nach der Pause kommt. Krämer und sein Trainerteam haben in den kommenden Stunden also einige Varianten zu bedenken.

Den Erfolg der vergangenen Wochen darf sich aber nicht nur die Viererkette ans Revers heften. „Dazu haben auch die Offensivspieler beigetragen“, sagt Krämer. „Sie haben ihre Defensivaufgaben gut erledigt.“ Doch der Fußballlehrer lässt sich von den drei Siegen nicht blenden, sondern wahrt die Balance: „Wo wir drei Mal in Folge verloren haben, war nicht alles schlecht, und wo wir jetzt drei Mal gewonnen haben, war nicht alles gut.“

Allerdings bedarf es einer erneut guten Leistung, um gegen Rostock den erhofften Sieg einzufahren. „Hansa ist eine absolute Spitzenmannschaft, die um den Aufstieg mitspielen wird“, urteilt Krämer. „Das ist ein richtiges Drittliga-Team, groß und robust. Rostock hat eine guten Trainer und die Mannschaft wurde vom Sportdirektor gut zusammen gestellt. Wir brauchen eine gute Leistung und einen guten Tag, um zu gewinnen.“

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