KFC Uerdingen: Für Trainer Stefan Krämer war die Niederlage gegen Zürich vermeidbar

Testspiel-Niederlage : KFC-Trainer Krämer tröstet seinen Keeper

Der KFC Uerdingen hat gegen den FC Zürich 1:3 verloren. Die Schlappe gegen den Europa League-Teilnehmer war durchaus vermeidbar.

Robin Benz kam vom Platz geschlichen. Ohne ein Wort verschwand er in der Kabine. Er war sauer – auf sich. Eine halbe Stunde hatte er zwischen den Pfosten gestanden und in den letzten sechs Minuten des Spiels den Ball zwei Mal aus dem Netz geholt. Und als wenn das nicht schon schlimm genug für ihn gewesen wäre, so sah er nicht gut aus. Den zweiten Gegentreffer ins kurze Eck hätte er womöglich halten können, der dritte ging dann klar auf seine Kappe. So stand nach 90 Minuten eine 1:3 (1:1)-Niederlage des KFC Uerdingen gegen den FC Zürich. Es war die erste Schlappe im dritten Testspiel. Zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer Antalyaspr mit 2:1 besiegt und gegen den AFC Dunarea Calarasi aus Rumänien 1:1 gespielt.

Rund 100 Kiebitze, darunter auch Christian Weber, ehemalige Spieler von Fortuna Düsseldorf, der jetzt für den Bundesligisten als Scout arbeitet, sahen eine Stunde lang eine gute Begegnung. In der Anfangsphase schien es gar so, als wolle der KFC den Tabellenvierten der Schweizer Super League überrennen. Nach nur 158 Sekunden erzielte Maurice Litka die Führung für die Uerdinger, in dem er einen von Stefan Aigner über die rechte Seite mustergültig vorgetragenen Konter erfolgreich abschloss. Dennis Daube verfehlte eine Viertelstunde später mit seinem Schuss das Ziel nur knapp.

Der Ausgleich durch Rodriguez fiel etwas überraschend. Da nutzten auch alle Proteste von KFC-Torhüter René Vollath nichts, der monierte, dass ein Spieler vor ihm im Abseits stand. Drei Minuten vor der Pause bekamen die Zuschauer den schönsten Angriff der Partie zu sehen, als der starke Christian Dorda mit einem wunderschönen Pass Patrick Pflücke auf die Reise schickte. Seine Hereingabe verfehlte der anrauschende Aigner nur um Zentimeter.

Nach einer Stunde verflachte die Begegnung. Da half es auch nicht, dass aufgrund der einsetzenden Dunkelheit das Flutlicht eingeschaltet wurde. Beide Mannschaften mussten den zurückliegenden, anstrengenden Trainingseinheiten Tribut zollen. Da wartete Aigner vergeblich auf das Zuspiel von Litka, da kam die Flanke von Dörfler viel zu weit. Alles deutete auf ein Unentschieden hin, ehe Benjamin Kololli unbarmherzig zum Doppelschlag ausholte.

Zu den positiven Aspekten gehörte, dass KFC-Kapitän Mario Erb und Dennis Daube nach jeweils über dreimonatiger Verletzungspause wieder ihr ersten Spiel über 90 Minuten absolvierten. „Am achten Tag des Trainingslagers ist die Mannschaft noch mal über 90 Minuten gefordert worden“, sagte Trainer Stefan Krämer. „Aber ab der 60. Minute schwanden die Kräfte, da konnten die Spieler den Substanzverlust nicht mehr auffangen. Da ist das Spiel verflacht, was beide Manschaften betrifft. Eigentlich hätte das Spiel 1:1 ausgehen müssen. Das war schade für die Mannschaft und für Benz.“

KFC: Vollath (62. Benz) Großkreutz, Müller, Erb, Dorda Daube, Öztürk Beister, Aigner, Litka, Pflücke (46. Dörfler).
Tore: 1:0 Litka (3.), 1:1 Rodriguez (34.), 1:2 Kololli (84.), 1:3 Kololli (90.).

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