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KFC Uerdingen: Ersatz für Osawe muss her

Noch drei Wochen bis zum Start : Beim KFC muss Ersatz für Osawe her

Der Fußball-Drittligist sucht einen Stürmer, der passt. Samstag geht eine intensive Trainingswoche zu Ende. Trainer Stefan Krämer nimmt seine Spieler in der Vorbereitung härter ran als gewohnt, weil die Winterpause sehr kurz ist.

Mit dem heutigen Samstag geht eine wiederum harte Trainingswoche für die Fußballer des KFC Uerdingen zu Ende. Hatte die Härte in den ersten Wochen der Saisonvorbereitung ihre Ursache in einem wahren Testspielmarathon – fünf Partien in 13 Tagen – war es diesmal die Intensität der Übungseinheiten, die den Akteuren alles abverlangte. „In diesem  Jahr muss das so sein“, sagt KFC-Trainer Stefan Krämer um die Erklärung gleich hinter zu schieben: „Coronabedingt sind in dieser Spielzeit mehr Spiele in einem deutlich kürzeren Zeitraum zu absolvieren als sonst. Dazu eine Winterpause, die angesichts ihrer Dauer von drei Wochen den Namen nicht verdient. Da müssen die Grundlagen eben jetzt gelegt werden.“

Auf Grund des Umbaus der Grotenburg weicht der KFC seit Anfang August auf den Platz des Stadions im Covestro-Sportpark aus. „Manches ist sich gerade noch am Einspielen, aber die Bedingungen am Löschenhofweg sind schon gut“, urteilt Krämer über seine aktuelle Heimat. Und wird ein wenig neidisch, wenn er seinen Blick über das gesamte Areal schweifen lässt.

Ob der gesamte KFC-Troß noch einmal in ein Trainingslager aufbricht – im Gespräch ist das Parkhotel Horst bei Venlo, in dem er nach dem abgebrochenen Trainingslager im Januar in Italien schon einmal logierte – ist noch nicht final geklärt. „Das Gesicht der Mannschaft haben wir ja radikal verändert. Angesichts der vielen neuen wäre ein solches natürlich wünschenswert“, sagt Krämer.

Zu diesen neuen gehört auch der niederländische Torhüter Hidde Jurjus. Angesichts 56 absolvierter Spiele in der niederländischen Eredivisie ein Fingerzeig auf die neue Nummer eins im Uerdinger Tor? „Ich kann sagen, wer nicht die Nummer eins wird. Und das ist Julius Paris“, antwortet Krämer mit einem schelmischen Lächeln. „Obwohl es mich sehr freut, dass mit dem 18-Jährigen ein Eigengewächs den Sprung in den Profikader geschafft hat.“

Auf der Torhüterposition erwartet er einen echten Konkurrenzkampf zwischen dem Niederländer Jurjus und dem Österreicher Lukas Königshofer. „Den brauchen wir auf jeder Position“, sagt Krämer. „Ganz wichtig ist, dass ein solcher respektvoll ausgetragen wird.“

Die Notwendigkeit der Konkurrenz auf jeder Position führt dazu, dass im Sturm noch personell nachgerüstet werden soll. Befeuert wird dies durch die lange Verletzungspause (zwei Monate) von Stürmer Osaymen Osawe, bei dem im Spiel in Hannover eine alte Muskelverletzung wieder aufbrach. „Von dem Stürmer, den wir holen, müssen Präsident Mikhail Ponomarev, Geschäftsführer Nico Weinhardt und das gesamte Trainerteam restlos überzeugt sein“, umschreibt Krämer das Anforderungsprofil. „Er muss uns auf jeden Fall weiter helfen.“

Sein nächstes Testspiel bestreitet der KFC am kommenden Mittwoch, wenn er beim niederländischen Erstligisten FC Utrecht antritt. Wann die Partie beim Tabellensechsten der abgelaufenen Saison in der Eredivisie angepfiffen wird, ist noch offen. Gespielt wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit.