Vor Dresden-Spiel KFC Uerdingen erhält die Lizenz unter Auflagen

Krefeld · Die Uerdinger müssen in puncto Wirtschaftlichkeit nachbessern und die Stadionfrage klären. Und sie müssen sportlich den Klassenerhalt erreichen, um in der 3. Liga zu bleiben. Ein Heimsieg gegen Dynamo Dresden wäre hilfreich.

 KFC-Interimstrainer Stefan Reisinger,

KFC-Interimstrainer Stefan Reisinger,

Foto: BRAUER-Fotoagentur/Stefan Brauer

Schritt für Schritt arbeitet der KFC Uerdingen an der Gestaltung seiner Zukunft. Am Freitag gab es gleich zwei gute Nachrichten: Zum einen verlief die Gläubigerversammlung vor dem Amtsgericht reibungslos. Es gab keinerlei Bedenken gegen den eingesetzten Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth, der nun in der kommenden Woche seinen Insolvenzplan präsentieren wird. Sollte er von den Gläubigern angenommen werden, könnte das Verfahren bereits Ende Mai zu einem Abschluss gebracht werden. Das wäre eine gute Ausgangsposition für das Lizenzierungsverfahren.

Zum anderen hat der Deutsche Fußball-Bund dem KFC die Lizenz in einem ersten Schritt nicht verweigert, sondern die Erteilung an Bedingungen und Auflagen geknüpft, deren Eintritt der KFC bis zum 2. Juni nachzuweisen hat. Daran wird jetzt gearbeitet. Sie betreffen sowohl die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit, also die Frage nach dem Spielort. Letzteres ist ein besonderer Knackpunkt, nachdem der DFB die Uerdingern schon drei Mal die Lizenz erteilt hatte, obwohl er nicht in der Grotenburg spielen konnte. Nun ist es ein Wettrennen gegen die Zeit und der DFB steht vor der Frage, ob er angesichts der Sanierung des Stadions nochmals eine Sondergenehmigung für wenige Monate erteilt.

Bis zum 22. Mai muss der KFC seine sportliche Qualifikation nachweisen, also den Klassenerhalt erreichen. Dazu benötigt er noch einige Punkte. Das erste der noch ausstehenden fünf Spiele trägt er am Samstag (14 Uhr) gegen Dynamo Dresden aus. Bereits ein Punktgewinn in dem Nachholspiel würde genügen, um den Abstiegsplatz aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem SV Meppen zu verlassen. Doch mit einem Zähler will sich Interimstrainer Stefan Reisinger nicht zufrieden geben. „Wir spielen auf Sieg“, sagt er. „In der aktuellen Situation helfen nur drei Punkte. Aber das ist bei Dynamo genauso. Die wollen wieder die Tabellenführung übernehmen.“

Die Dresdner haben am Mittwoch beim Debüt ihres neuen Trainers Alexander Schmidt einen 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg gefeiert. „Da hat man die Qualität gesehen, sie haben einen guten Kader“, sagt Reisinger, dessen Mannschaft durch den 2:0-Erfolg bei Türkgücü München Selbstbewusstsein getankt hat und im siebten Heimspiel in Lotte endlich den ersten Sieg einfahren will. Den entsprechend großen Siegeswillen „will ich von den Jungs sehen, von der ersten Minute an müssen sie brennen“, fordert Reisinger. „Das ist doch eine geile Konstellation gegen eine starke Mannschaft. Was gibt es Schöneres? An diesem Wochenende gibt es nur ganz wenige Spiele, alle schauen auf uns, das Spiel wird im Fernsehen gezeigt. Wer da nicht Bock hat, muss mir das Trikot geben.“ Keine Frage, Reisinger ist richtig heiß.

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