KFC Uerdingen: Drittligist erklärt Chaos bei Premiere in Düsseldorf

Panne vor Heimspiel : So erklärt der KFC das Chaos bei der Premiere in Düsseldorf

Der KFC Uerdingen nennt einige Ursachen für die Pannen bei der Heimpremiere in Düsseldorf, ohne Schuldige auszumachen. Beim nächsten Heimspiel soll alles besser werden.

Ein Umzug verläuft meist nicht reibungslos. Das weiß jeder, der schon mal umgezogen ist. Da kann noch so sorgfältig geplant werden, irgendetwas läuft immer schief. Das war beim KFC Uerdingen bei seiner Heimpremiere in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena – in der Krefelder Grotenburg kann aus Sicherheitsgründen auch in diser Saison nicht gespielt werden – nicht anders. Die Besucher berichteten von einer ungewöhnlich langen Anfahrt, verschlungenen Wegen zu den Parkplätzen, Problemen beim Kartenkauf, zu späten Einlasszeiten, hohen Preisen und einigen anderen Dingen, die ihnen missfallen hatten. Dass der KFC Uerdingen sich dann kurz vor Spielbeginn entschied, Zuschauer ohne Ticket in die Arena zu lassen, zeigt, wie groß die Missstände waren. Und hätten die Blau-Roten nicht 1:0 gegen Halle gewonnen, so wäre der Ärger der Anhänger wohl noch viel größer gewesen.

Am Tag nach dem Desaster analysierte der Verein die Gründe. „Insgesamt gab es eine Verkettung unglücklicher Umstände“, heißt es in einer Erklärung. So sei die Anzahl der mit dem Auto anreisenden Zuschauer unterschätzt worden. Zudem habe es Missverständnisse bei der Verkehrsführung gegeben.

Beim Kartenverkauf sei das Personal aufgrund der Urlaubszeit und krankheitsbedingter kurzfristiger Ausfälle nicht komplett gewesen. Das Internet sei zeitweise ausgefallen, so dass keine Tickets mehr ausgedruckt werden konnten.

Der KFC benötigte bis 15.43 Uhr, um diese Erklärung abzugeben, ohne klar zu sagen, wer der Schuldige ist: der Verein, die Arena-Betreiber die Stadt Düsseldorf? Aus gutem Grund wird geschwiegen. Die Uerdinger wollen keinen Konflikt – weder mit der Arena, noch mit Düsseldorf, auch nicht mit dem dortigen Bundesligisten Fortuna.

Pünktlich zum ersten Spiel hatten die Rot-Weißen nochmals das Verhalten der Stadt Düsseldorf angeprangert, die Arena an einen anderen Verein zu vermieten. So hatte der Vorstandsvorsitzende Thomas Röttgermann gesagt, er erwarte erstklassige Bedingungen: „Ich werde mir jeden Montag als erste Amtshandlung den Rasen anschauen.“

Der Drittligist aus Uerdingen reagiert nicht darauf, dabei wäre es ein leichtes, sich den Wünschen der Fortuna anzuschließen. Schließlich zahlt der KFC 1,7 Millionen Euro Miete. Dabei soll es sich um eine ähnliche Größenordnung handeln wie die Mietzahlungen des Erstligisten.

Die Uerdinger sind auf Kuschelkurs – mit dem Vermieter und den eigenen Fans. „Zum nächsten Heimspiel gegen Unterhaching werden wir Lösungen anbieten“, verspricht der Klub und stellt „eine bessere Verkehrslenkung und die Öffnung von zusätzlichen Zufahrten“ in das Parkhaus P 7 in Aussicht. Es sollen auch mehr Tageskassen geöffnet und ein reibungsloser Betrieb der technischen System gewährleistet werden. Zudem empfiehlt der KFC, Eintrittskarten und Parktickets im Vorverkauf zu erwerben und verweist auf die Möglichkeit der kostenlosen Anreise mit der U 78. Neuer Versuch: Dienstag, 30. Juli 2019, 19 Uhr.

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