KFC Uerdingen: Die Mannschaft lebt noch

Der KFC Uerdingen lebt noch : „Den DFB-Pokal habe ich schon gewonnen, jetzt will ich auch den Niederrheinpokal“

Im Niederrhein-Pokal ist der KFC Uerdingen ins Finale eingezogen. Das Spiel gibt Selbstvertrauen für die nächste Aufgabe in der Dritten Liga in Lotte.

Mit dem 2:0-Sieg bei Rot-Weiß Essen und dem Einzug in Pokalfinale zog sich der KFC nach zuvor zwölf sieglosen Partien selbst aus dem Sumpf – zumindest ein Stück weit. Wie weit wird die samstägliche Ligapartie in Lotte zeigen. Es war eine Szene mit sicherlich großer Symbolkraft. Mit geballter Faust ging der in der 77. Minute ausgewechselte Kevin Großkreutz zur Uerdinger Reservebank und mit einem lauten „Ja!“ klatschte er sämtliche seiner Mitspieler ab. Dem gelbbelasteten Weltmeister von 2014 war zu diesem Zeitpunkt klar, zumindest spürte er das, dass sich seine Mannschaft diese 2:0-Führung nicht mehr würde nehmen lassen. Womit er Recht behalten sollte. Dieses Erfolgserlebnis nach zuvor zwölf sieglosen Partien, dieser erste Sieg im Jahr 2019, taten gut und zwar allen Beteiligten. „Ich freue mich für die Mannschaft und den gesamten Verein“, fasste Großkreutz die Gemütslage zusammen und hob damit auf die negativen Schlagzeilen ab, die zum jetzt bereits zweiten Mal – dem Anschein nach jedes Mal zeitlich bewusst platziert – den Verein kurz vor wichtigen Partien trafen.

Ähnlich äußerte sich auch Trainer Frank Heinemann. „Ich habe immer gesagt, dass wir eine Mannschaft, eine intakte Gemeinschaft haben“, wiederholte der seit vier Wochen oberste Krefelder Übungsleiter seine Einschätzung der Situation. Der hatte die Startelf gegenüber dem verlorenen Spiel gegen Kaiserslautern auf gleich vier Positionen verändert und mit zwei dieser Personalien offensichtlich goldrichtig gelegen. Denn die neu in die Mannschaft gekommenen Connor Krempicki und Stefan Aigner zeichneten für die beiden Treffer verantwortlich. „Vielleicht bleibe ich in der nächsten Partie wieder draußen um dann in der übernächsten wieder einen Treffer zu erzielen“, war dem erstligaerfahrenen Aigner nach der Partie schon ein klein wenig zum Scherzen zu Mute.

„Den DFB-Pokal habe ich schon gewonnen, jetzt will ich auch den Niederrheinpokal gewinnen“, blickte Großkreutz schon einmal nach vorne. Dabei wird der Finalgegner erst am kommenden Mittwoch ermittelt, wenn sich Regionalligist Wuppertaler SV und Oberligist 1. FC Monheim gegenüber stehen. Das Finalspiel selbst, eines der bundesweit 21 Landespokalendspiele wird am Tag des DFB-Pokalfinales, dem 25. Mai 2019, ausgetragen. Darauf haben sich die Präsidenten der Regional- und Landesverbände des DFB bereits im vergangenen Jahr verständigt.

Und dieses Finalspiel, dessen Austragungsort der Fußballverband Niederrhein noch festlegen wird, wird auch live im Ersten zu sehen sein. Denn mehr als zehn Stunden lang wird am 25. Mai 2019 in der ARD der Ball rollen. Gezeigt werden zunächst die Endspiele aller 21 Landespokale in einer großen Livekonferenz, verteilt auf drei verschiedene Anstoßzeitpunkte, ehe am Abend die Übertragung des DFB-Pokalendspiels aus dem Olympiastadion Berlin folgt.

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