KFC Uerdingen: Die Gründe für den Aufschwung von Torjäger Beister

KFC Uerdingen bleibt auf Erfolgskurs: Beister bringt’s

Maximilian Beister erzielt gegen Hansa Rostock im dritten Spiel in Folge nicht nur den Führungstreffer, sondern trifft auch nach dem Wechsel. Uerdingens Torjäger beschert seiner Mannschaft damit den 2:1-Erfolg und zwei freie Tage.

Maximilian Beister ist wieder da. Sieben Jahre nachdem er Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga geschossen hat, kommt der 28 Jahre alte Torjäger von Tag zu Tag besser in Schwung. Mit seinen beiden Toren trug er maßgeblich zum 2:1 (1:1).-Sieg des KFC Uerdingen auch gegen Hansa Rostock bei und war anschließend auch in der ARD-Sportschau ein gefragter Gesprächspartner. Das 1:0 hatte Beister nach gutem Zuspiel von Stefan Aigner noch in roten Schuhen erzielt, nach der Pause traf er dann mit goldenem Schuh. „Ich musste sie aufgrund der Platzverhältnisse wechseln“, erklärte er. „Das mache ich eigentlich nicht so gerne während des Spiels.“

Die Kernfrage, die die Uerdinger Fans beschäftigt, war aber noch nicht beantwortet: Wie hat Beister es geschafft, aus dem Tal der Tränen zu kommen? Bis Ende Oktober war er völlig von der Rolle, doch dann bekam er die Kurve. Und wie! In den zurückliegenden drei Begegnungen traf er jeweils zur wichtigen Führung, gegen Rostock sogar doppelt. „Es gibt immer solche Phasen, in denen es gut läuft und nicht so gut“, sagte er. „Wenn das der Fall ist, darf man den Kopf nicht in den Sand stecken.“ Das stimmt, erklärt aber noch nicht die persönliche Wende.

Kapitän Christopher Schorch ist bei der Spurensuche behilflich. „Wenn Maxi seine Leistung abruft, ist er nur schwer zu halten“, sagte der Abwehrspieler. „Als es bei ihm nicht so lief, haben wir ihm alle unser Vertrauen ausgesprochen. Der Trainer hat mit ihm gesprochen und auch der Mannschaftsrat.“

Trainer Stefan Krämer steuert zwei weitere Erklärungen bei. „Wir haben unser System umgestellt und Beister vom Zentrum auf Rechtsaußen gestellt“, sagt er Fußballlehrer. „Das liegt ihm mehr, und auf dieser Position hatte er auch seine erfolgreichste Zeit in Düsseldorf. Aber er hat sich auch nie hängen lassen, sondern viele Extraschichten eingelegt, um wieder in Form zu kommen. Vier Tore in drei Spielen sind der Lohn.“

Manuel Konrad war nach dem Sieg gut drauf. „Endlich trifft er mal, die Pfeife“, sagte er augenzwinkernd. „Es freut mich für ihn und ist sehr wichtig für uns. Maxi ist schnell, wendig und kann vorne die Bälle festmachen. Er macht den Unterschied und nutzt die Chancen.“

Das war tatsächlich der Unterschied, denn die Rostocker hatten ebenso viele gute Möglichkeiten, vergaben sie jedoch, teils kläglich. Den zwischenzeitlichen Ausgleich leitete der Uerdinger Oguzhan Kefkir mit einem Ballverlust Sekunden vor der Pause ein. Daraufhin hat es in der Kabine kurz gekracht. „Es gab zwei, drei harte Worte, dann ging es richtig ab“, berichtet Schorch.

Trainer Krämer gibt die Szenerie noch detaillierter wider. „Die Mannschaft hat nach einer kurzen Aussprache in der Kabine einen Kreis gebildet und gesagt: Jetzt gewinnen wir das Spiel für Ötzi. Das ist top. Dieser Zusammenhalt der Mannschaft ist extrem wichtig und trägt zum Erfolg bei.“

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