KFC Uerdingen: Der Kader ist mit 28 Spielern noch zu groß

24 Feldspieler und vier Torhüter : Der KFC kann noch Spieler abgeben

Derzeit gehören 24 Feldspieler und vier Torhüter zum Kader des KFC Uerdingen. Selbst wenn Torhüter René Vollath und Torjäger Maximilian Beister nicht mehr dazu gehören sollten, ist er noch etwas zu groß.

Die Saison in der 3. Liga, die in gut einer Woche (19. Juli) beginnt, ist lang. 38 Meisterschaftsspiel muss der KFC Uerdingen in der Klasse bestreiten, also vier mehr als die Bundes- oder Zweitligisten. Da bedarf es natürlich eines gut bestückten Kaders, denn Verletzungen sind natürlich nicht auszuschließen. Adriano Grimaldi hat es bereits in der Vorbereitung erwischt. Der 28 Jahre alte Stürmer, der bereits ein Seuchenjahr hinter sich glaubte, fällt mehrere Wochen mit einer tückischen Muskel- und Sehnenverletzung aus.

Und mit zwei anderen Akteuren wird beim KFC nicht mehr gerechnet: René Vollath und Maximilian Beister. Dem Torhüter hat Trainer Heiko Vogel in der Sommerpause mitgeteilt, dass er ohne ihn plant. Es scheint für den Keeper allerdings nicht ganz einfach, einen neuen Verein zu finden. Schließlich müsste der neue Verein ihn wollen, er für den Klub auch spielen wollen und die Finanzen müssten geregelt werden.

Letzteres ist bei Maximilian Beister wahrscheinlich kein allzu großes Problem, denn er hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, in dem die Ablösesumme fest geschrieben ist. Somit weiß der FC Ingolstadt, was ihn die Verpflichtung des Torjägers aus dem bis 2020 laufenden Vertrag kostet. „Wenn er die Klausel zieht, können wir ihn nicht halten“, sagt Vogel.

Ohne Beister stünden immer noch 23 Feldspieler im Kader. Somit dürfte weiterhin gelten, was der Coach gesagt hat: „Wir werden mit Sicherheit keine weiteren Spieler holen.“ Zumal auch ohne Beister noch genügend Offensivkräfte in der Mannschaft vorhanden sind.

Vieles deutet darauf hin, dass der KFC darüber hinaus noch zwei Spieler abgeben könnte, zumal Vogel auch künftig drei, vier Nachwuchsspieler ins Training einbinden möchte. „Ich kann mir gut vorstellen, dass da drei, vier Spieler ab und zu mit trainieren. Das ist auch ein wichtiges Signal an die Jugend“, sagt er. Der ehemalige Nachwuchstrainer des FC Bayern München, der dort ein Jahrzehnt tätig war, weiß, dass alle davon profitieren können: die etablierten Spieler, der Nachwuchsbereich, aber auch das gesamte Umfeld. Schließlich erhöht die Integration eigener Nachwuchsspieler die Möglichkeit der Identifizierung mit dem Verein – ein Aspekt, der für die Blau-Roten angesichts fehlender Platzanlage und Vereinsheims nicht zu unterschätzen ist und sich positiv auswirken würde.

Nach dem Trainingslager im österreichischen Werfenweng, von dem Vogel geradezu euphorisch schwärmte, sollte sich der ein oder andere Spieler selbstkritisch fragen, ob er eine Chance hat, Stammspieler zu werden oder überhaupt in den Kader zu gelangen. Sollte er die Chance als gering erachten, bleiben ihm zwei Alternativen: den Verein zu wechseln oder sich auf die Tribüne zu setzen.

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