KFC Uerdingen: Connor Krempicki will in die Bundesliga

KFC Uerdingen: Krempicki will in die Bundesliga

Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler ist seit dem Amtsantritt von Trainer Stefan Krämer Mitte März im Mittelfeld gesetzt. Der Aufstieg in die Dritte Liga ist sein nächstes Ziel, aber nicht das letzte, das er sich gesteckt hat.

Er ist kein Torjäger, keiner, der im Rampenlicht steht, aber er ist aus der ersten Elf des KFC Uerdingen derzeit nicht mehr weg zu denken. Connor Krempicki hat einen Stammplatz sicher. Das überrascht ihn allerdings nicht. "Ich habe es gehofft", sagt er. "Wissen tut man so was nie." Spielte er in der Hinrunde schon regelmäßig, so hat er unter Trainer Stefan Krämer seit Mitte März nicht eine einzige Spielminute verpasst - mit Ausnahme der Partie in Rödinghausen, wo er aufgrund der fünften gelben Karte gesperrt war. Auch der Mittelfeldspieler hat von dem Trainerwechsel profitiert. "Wir spielen jetzt mehr Fußball, das kommt mir zugute, weil ich ein Spieler bin, der den Ball haben will", sagt er.

"Als ich kam, war Connor ein Zehner", sagt der Coach, der den Weg des Blondschopfs schon seit Jahren verfolgt. Zumindest seit 2012. Da war Krempicki nämlich Deutschen A-Jugendmeister mit Schalke 04 geworden gemeinsam mit Sead Kolasinac, der inzwischen bei Arsenal spielt, Max Meyer (Schalke) und Kaan Aayhan (Fortuna). "Ich habe gesehen, dass er extrem laufstark ist, aber noch zu selten den Abschluss sucht", berichtet Krämer. "Deshalb habe ich ihn etwas zurückgezogen."

Krempicki spielt quasi auf der Acht, schräg versetzt vor dem Sechser Tanju Öztürk, mit dem er ein starkes Duo bildet. "Tanju ist ein super Fußballer", sagt der gebürtige Gelsenkirchener. "Er ist zweikampfstark und gibt mir Sicherheit."

Ähnlich positiv urteilt der Trainer über Krempicki: "Neben seiner grandiosen Laufleistung ist Connor sehr ball- und passsicher. Auch in der Balleroberung erweist er sich als schlau und aggressiv. Er ist ein guter Verbindungsspieler zur Offensive und ergänzt sich mit Tanju vor der Abwehr sehr gut."

Das Ziel, das Krempicki in dieser Saison erreichen will, ist klar gesteckt. "Ich will die letzten vier Spieler gewinnen und aufsteigen", sagt er. Weitaus überraschender ist sein persönliches sportliches Ziel: "Ich will in die Bundesliga!"

Was im ersten Moment etwas vermessen und verstörend klingt, ist aufgrund seiner Vita allzu verständlich. Denn nach zehn Jahren auf Schalke spielte er zwei weitere in Hoffenheim, ehe er über Viktoria Köln und den Bonner SC (gemeinsam mit Torjäger Lucas Musculus) nach Uerdingen kam. Und Krempicki macht auch keinen Hehl daraus, dass er gerne für Schalke in der höchsten Liga kicken würde - oder in England für den FC Liverpool, dem er natürlich gestern Abend beide Daumen gedrückt hat.

(ths)