KFC Uerdingen: Boubacar Barry verdrängt Kevin Großkreutz und Alexander Bittroff

KFC Uerdingen : Barry verdrängt Großkreutz und Bittroff

Der offensive Mittelfeldspieler des KFC Uerdingen fühlt sich auf seiner neuen Postion hinten rechts sehr wohl.

Es gibt den Spruch, dass manche Menschen zu ihrem Glück gezwungen werden müssen. Dieser könnte auf Boubacar Barry zutreffen, denn als am 23. Juli des vergangenen Jahres die Leihe des 23-jährigen 18-fachen Jugend-Nationalspielers von Werder Bremen bekannt gegeben wurde, sah ihn sowohl der damalige Trainer Heiko Vogel als auch das Nachfolgeduo Daniel Steuernagel / Stefan Reisinger im offensiven rechten Mittelfeld zu Hause. 22 Ligaspiele hat der KFC seit der Verpflichtung Barrys absolviert. Und trotz einer zwischenzeitlichen Schulterverletzung wirkte der in Conakry, Guinea geborene Barry, der neben der Staatsbürgerschaft Guineas auch die deutsche besitzt, in nicht weniger als 19 Partien mit, stand sogar zwölf Mal in der Startelf.

Doch so ganz zufrieden war Teamchef Reisinger dann doch nicht. „Mir fehlen Tore oder auch Torvorlagen von Barry“, gab der unlängst zu Protokoll. Und führte – halb gezwungen – selbst eine Änderung herbei. Als beim Auswärtsspiel in Unterhaching die beiden etatmäßigen Rechtsverteidiger – Kevin Großkreutz aus Leistungsgründen, Alexander Bittroff verletzt – nicht zur Verfügung standen, machte Reisinger aus der Not eine Tugend und beorderte Barry eine Stufe nach hinten auf die Position des rechten Außenverteidigers. Und der machte seine Sache gut, ließ nicht nur hinten nichts anbrennen, sondern setzte auch noch etliche Akzente nach vorne. Wobei er bei der Erledigung seiner Defensivaufgaben von seiner Schnelligkeit profitierte.

Und im drauf folgenden Spiel gegen die SG Sonnenhof- Grossaspach? Machte er es sogar noch besser. Hinten brannte wiederum nichts an, aber nach der Partie standen in Barrys Statistik auch zwei Scorerpunkte für zwei Torvorlagen. „Das ist schon witzig, dass es jetzt, wo ich weiter hinten spiele, mit den Scorerpunkten geklappt hat“, freute sich Barry am Samstag nach dem mit 2:1 gewonnenen Spiel. Er hatte die Flanke geschlagen, die zum 1:0-Kopfball von Edvinas Girdvainis führte. Und Barry war es auch, der Osaymen Osawe auf die Reise schickte, an deren Ende das 2:0 für Uerdingen fiel. „Da ich schon in den Jugendmannschaften des DFB häufiger hinten rechts gespielt habe, fiel mir die Umstellung auf diese Possition nicht schwer“, sagte Barry nach der Partie gegen Sonnenhof-Grossaspach. „Hinten rechts fühle ich mich richtig wohl.“ Die Antwort auf die Frage, ob als Rechtsverteidiger Großkreutz oder Bittroff ausgestellt werden sollte, lautet daher ab sofort: Boubacar Barry.