KFC Uerdingen besiegt VfR Aalen dank Maximilian Beister 2:0 und rückt auf Platz zwei vor

Dritte Liga: Beister schießt Uerdingen auf Platz zwei

Der KFC Uerdingen besiegt den VfR Aalen mit 2:0. Damit stehen die Krefelder zumindest für eine Nacht auf dem zweiten Platz der Dritten Ligar. Maximilian Beister sorgte mit seiner Leistung maßgeblich für den Sieg.

Der KFC Uerdingen hatte bislang mit der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena, in der die Krefelder in dieser Saiso ihre Heimspiele austragen, gefremdelt. Die Bilanz dort (zehn Punkte aus sieben Spielen) war für eine Spitzenmannschaft mäßig, zumal es nicht einen überzeugenden Sieg dort gegeben hatte. Das Thema könnte erledigt sein, denn gegen den VfR Aalen feierte die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg. Dadurch rückten die Uerdinger zumindest für eine Nacht wieder auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Dabei hatte der Nachmittag nervenaufreibend begonnen. Der VfR Aalen war nur mit seinem schwarzen Trikotsatz angereist, die Uerdinger aber davon ausgegangen, dass sie, wie immer daheim, in Blau-Rot spielen. Damit war Schiedsrichter Henry Müller aus Cottbus aber nicht einverstanden. Als setzte sich Betreuer Andreas Bosheck um 13 Uhr ins Auto und fuhr nach Krefeld die gelben Auswärtstrikots holen. Ein Unfall auf der Strecke kostete ihn Zeit, doch schaffte er es, rechtzeitig wieder in Wedau zu sein, so dass die Begegnung pünktlich um 14 Uhr angepfiffen werden konnte.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. In der sechsten Minute nahm Maximilian Beister eine präzise Flanke von Oguzhan Kefir volley und hämmerte den Ball in den Winkel – ein Traumtor! „Maxi Beister“, schallte es von den bei nass-kalten zwei Grad über Null von den Rängen. Die Fans waren begeistert und Beister erleichtert, denn es war sein erstes Saisontor. Zugleich war es die Bestätigung für Trainer Stefan Krämer, dass seine Entscheidung richtig war. Er hatte die in Braunschweig siegreiche Elf (2:0) nur auf einer Position geändert und den in Niedersachsen gesperrten Beister für Lucas Musculus in den Angriff beordert.

Das frühe Tor tat dem Spiel natürlich gut, denn nun mussten die Gäste, die bislang auswärts defensivstark (5:6 Tore in sieben Spielen) waren, auch etwas für die Offensive tun. Die Möglichkeit zum Ausgleich hatte Luca Schnellbacher in der 13. Minute, der allein vor Torhüter René Vollath auftauchte, aber in ihm seinen Meister fand. So entwickelte sich ein offenes, unterhaltsames Spiel, indem vor der Pause jedoch kein weiteres Tor fiel.

Nach dem Wechsel drängten die Uerdinger auf ein schnelles zweites Tor. So war es keine Überraschung, als Kefkir in der 56. Minute auf 2:0 erhöhte. Das war die von Krämer erhoffte Vorentscheidung. Stefan Aigner vergab die Chance, das Ergebnis weiter hochzuschrauben. So feierten die Uerdinger zwar keinen glanzvollen, jedoch souveränen vierten Heimsieg. Dabei stach ins Auge, dass sich die namhaften Spieler in besserer Verfassung präsentierten. Kevin Großkreutz brachte sich mehr ein, Dominic Maroh agierte soverän und Maximilian Beister erzielte ein Traumtor. Ein gelungener Nachmittag in den gelbes Auswärtstrikots.

Kommenden Samstag tritt der KFC bei Energie Cottbus an.

Uerdingen Vollath - Großkreutz, Maroh, Schorch, Dorda - Krempicki, Öztürk (46. Konrad) - Ibrahimaj (23. Dörfler), Kefkir (74. Pflücke) - Aigner, Beister. - Trainer: Krämer

Aalen Bernhardt - Fennell, Geyer, Rehfeldt - Traut, Ristl (57. Trianni), Funk (72. Lämmel), Schorr (61. Büyüksakarya) - Sessa - Bär, Schnellbacher. - Trainer: Giannikis

Schiedsrichter Henry Müller (Cottbus)

Tore 1:0 Beister (6.), 2:0 Kefkir (56.)

Zuschauer 2704

Gelbe Karten Öztürk, Aigner - Bär

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