KFC Uerdingen beim VfL Osnabrück - Maximilian Beister soll Maurice Litka ersetzen

KFC gegen Osnabrück : Beister soll Litka ersetzen

Maximilian Beister gehört auf jeden Fall zum Kader des KFC Uerdingen. Wahrscheinlich läuft er am Montag im Spitzenspiel beim VfL Osnabrück sogar wieder von Beginn an auf, denn sein Mannschaftskamerad bleibt zu Hause.

Maurice Litka ist ein Pechvogel in dieser Hinrunde. Im Sommer erlitt der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler, der vom FC St. Pauli ausgeliehen wurde, um das offensive Mittelfeld des KFC Uerdingen zu beleben, bei einem Freibadbesuch einen Bänderriss in der Schulter. Er verpasste die Vorbereitung und die ersten sechs Saisonspiele. Als er dann endlich mitwirken konnte, erlitt er einen Kapselriss im Sprunggelenk. Gegen Lotte feierte er ein einstündiges Comeback, und jetzt fällt er schon wieder aus. Am Samstag Abend verspürte er ein Ziehen im Oberschenkel und brach das Training ab. Am Sonntag Abend stand er nicht auf dem Trainingsplatz, womit klar war, dass er beim Spitzenspiel in Osnabrück (Montag, 19 Uhr) fehlen wird. „Wir haben ihn raus genommen“, erklärte Trainer Stefan Krämer. „Wir wollen nicht riskieren, dass daraus ein Faserriss wird.“

Alle anderen – natürlich mit Ausnahme der Langzeitverletzten Mario Erb (Bruch des Schienbeinkopfes) und Dennis Daube (Innenbandriss) – standen auf dem Trainingsplatz und sind einsatzbereit. „Die Trainingsleistungen waren die besten, seit ich im März gekommen bin“, schwärmt Krämer. „Und meine These ist, dass man so spielt, wie man trainiert.“ Dass es diesbezüglich in den vergangenen Wochen eine Diskrepanz gab, sieht der Coach, irritiert ihn aber nicht. „Das mag mal vorkommen, aber auf Strecke gesehen, bin ich davon überzeugt.“

Da drängt sich die Frage auf, ob die Trainingsleistungen von Maximilian Beister, der zuletzt auf der Tribüne saß, und Kevin Großkreutz, der zur Halbzeit ausgewechselt wurde, auch so stark waren? „Die Trainingsleistung der gesamten Mannschaft war sehr gut“, antwortet Krämer lediglich.

Sicher ist, dass Beister am Montag Mittag im Bus sitzen wird und somit in Osnabrück dem Kader angehört. Ob er von beginn an spielen wird? Krämer will das natürlich nicht verraten, doch deutet manches darauf hin. So könnte Beister den angeschlagenen Litka ersetzen, ohne dass weitere Umstellungen notwendig wären.

Aber auch der wieder vollständig genesene Ali Ibrahimaj drängt in die Elf. Allerdings könnte er auch die Jokerrolle einnehmen und ins Spiel kommen, wenn der zu erwartende Anfangsschwung der Gastgeber abgeebbt ist. In Osnabrück dürfte es nämlich zunächst einmal darum gehen, einen Gegentreffer zu vermeiden. Schließlich ist die Abwehr der Niedersachsen mit acht Gegentore in 13 Spielen die beste der Liga. „Aber sie sind verwundbar“, sagt KFC-Kapitän Christopher Schorch. „Wir haben uns das auf Video angesehen.“

Allerdings rechnet Schorch auch mit einer klaren Leistungssteigerung seiner Mansnchaft. „Wir müssen die Liga annehmen und wollen eine Duftmarke setzen, so wie wir das in der Regionalliga auch getan haben.“ Ein Sieg in Osnabrück käme nach den zuletzt erlittenen Niederlagen gerade recht. „Das ist der richtige Gegner zur richtigen Zeit“, sagt Schorch. „Wir sind in der Pflicht.“ Auch Manager Niko Weinhart ist angesichts der Defensivstärke des VfL nicht bange. „Das kann sich ja ändern“, sagt er und lacht.

Die Begegnung in Osnabrück wird, wie alle 380 Spiele der 3. Liga, von Telekom Sport live via Internetstream übertragen.

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