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KFC Uerdingen: Alexander Voigt „glaubt noch an den Klassenerhalt“

KFC Uerdingen erwartet Lippstadt : Alexander Voigt „glaubt noch an den Klassenerhalt“

Der Uerdinger Trainer hat den Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Vor Weihnachten gibt es für den KFC noch drei Endspiele. Das erste steigt am Samstag in Velbert gegen den SV Lippstadt.

Die Ausgangslage ist eindeutig. Der KFC Uerdingen ist nach 18 Spieltagen mit acht Punkten das Schlusslicht der Fußball-Regionalliga. Den zum Klassenerhalt notwendigen Platz 15 belegt der Bonner SC, der bereits 17 Zähler auf dem Konto hat. „Ich glaube weiterhin fest an den Klassenerhalt“, sagt Trainer Alexander Voigt, der Realist genug ist, um zu wissen, dass er ein Himmelfahrtskommando übernommen hat. „Es sind nur noch wenige, die an uns glauben. Aber wir glauben daran. Die Spieler sagen es mir, allerdings kann ich auch nur vor ihre Köpfe schauen.“

Dass der Coach die Hoffnung noch nicht verloren hat, auch rechnerisch begründet. Es sind noch 20 Spiele zu absolvieren, also noch 60 Punkte zu vergeben. „Noch neun vor der Winterpause“, sagt er. „Aber wir müssen natürlich schnellstens anfangen, Punkte zu sammeln.“ Am Samstag (14 Uhr in Velbert) besteht dazu die nächste Möglichkeit gegen den SV Lippstadt, der mit 23 Punkten auf Rang elf steht. Zum Auftakt der Rückrunde kommt dann Rot-Weiß Oberhausen, anschließend geht es noch nach Bonn, ehe der Ball ruht.

Dass die Stimmung beim KFC im Keller ist, versteht sich. Voigt kam in der vergangenen Woche daher die Aufgabe zu, intensiv mit der Mannschaft zu arbeiten, sie aber auch aufzurichten und ihr die Freude am Spiel wiederzugeben. Das hat er am Donnerstag mit Fußball-Tennis und Torschuss-Wettbewerben versucht. „Die Lockerheit fehlt im Moment“, sagt er. „Aber es muss auch in so einer Situation gelacht werden, das darf nicht fehlen.“ Schließlich sei Fußball immer noch ein Spiel. Das gegen Lippstadt sei aber wichtig, betont er. Die Gäste wollen natürlich mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. „Sie verfügen über eine gefestigte Mannschaft, die schon lange in der Besetzung zusammen spielt“, berichtet Voigt. Da kann seine Elf nicht mithalten, und er wird sie nach dem blamablen 1:4 gegen Schalke II erneut kräftig verändern. „Es sind viele Umstellungen nötig.“

Voigt will einen Sieg, er nimmt auch gerne einen dreckigen. Doch vor dem Schlusspfiff und den möglichen Punkten erwartet er vor allem eines: „Das, was die Leute am Zaun gefordert haben: Ich will eine Mannschaft sehen, die kämpft. Das steht über allem.“

Beim Spiel des KFC gegen den SV Lippstadt gilt erstmals die 2G-Regelung (Zutritt nur für Geimpfte/Genesene). Dabei muss auch der Personalausweis bereit gehalten werden.