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KFC Uerdingen ändert seine Zielsetzung

Neustart beim SC Wiedenbrück : KFC Uerdingen ändert seine Zielsetzung

In der Winterpause wurde einiges verändert, nicht nur auf dem Platz. Dem Jahresauftakt in der Fußball-Regionalliga am Samstag beim SC Wiedenbrück messen die Uerdinger eine besondere Bedeutung bei.

Wenn der KFC Uerdingen am Samstag um 14 Uhr zur Aufholjagd in der Fußball-Regionalliga bläst, dann tritt er bei einem Gegner an, der als Tabellensechster hoher Favorit ist. Im Hinspiel, das 2:3 verloren ging, war der KFC seinem ersten Punktgewinn in dieser Saison aber ganz nahe und kassierte erst in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer. Aber nicht nur das stimmt die Uerdinger zuversichtlich. Ihre Mannschaft wurden gegenüber dem Hinspiel deutlich aufgerüstet, so dass die Hoffnung besteht, im neuen Jahr wettbewerbsfähig zu sein.

Einer, der im Hinspiel noch nicht dabei war, ist Pepijn Schlösser. Der 23 Jahre alte Niederländer wurde erst am Tag nach dem Hinspiel gegen Wiedenbrück verpflichtet und ist seitdem als rechter Verteidiger gesetzt. Die Winterpause war für ihn ein Einschnitt. „Sie war aus mentalen Gründen wichtig für uns. Jetzt beginnt für uns ein neuer Saisonabschnitt“, sagt er. „Wir haben nichts mehr zu verlieren, können jetzt nur noch gewinnen.“

Der KFC Uerdingen ist abgeschrieben: Tabellenletzter, nur einmal gewonnen, neun Punkte in 21 Spielen geholt, neun Zähler Rückstand auf Rang 15, der zum Klassenerhalt berechtigt, zudem droht noch der Abzug von neun Punkten wegen des Insolvenzverfahrens – die Blau-Roten scheinen bereits als Absteiger festzustehen und werden von der Konkurrenz lediglich als Punktelieferant betrachtet.

Diese Rolle lehnt Pepijn Schlösser nicht nur ab, sondern er sieht durchaus noch eine Chance. Die Vorbereitung sei gut gewesen, weil die Trainingsgruppe kleiner und die Einheiten länger, härter und intensiver gewesen seien. „Das ist wichtig, weil sich das auswirkt und in den Spielen zeigt“, sagt er. Trotz der Niederlagen sei das auch in den Testspielen deutlich geworden. Zum Beispiel habe der KFC beim 0:1 in Bocholt nur wenig zugelassen gegen ein Team, das enorm offensivstark ist. „Aber natürlich müssen wir noch mehr Chancen kreieren.“

Aber nicht nur auf dem Platz habe sich einiges geändert, sondern auch in den Köpfen. „Wir haben viel miteinander gesprochen und eine andere Marschroute vereinbart“, berichtet er. „Wir müssen jedes Spiel gewinnen. Vorher hieß es nur, wir wollen möglichst viele Punkte holen. Das sieht jetzt anders aus. Wir glauben auch, dass das möglich ist. Wenn wir dreimal gewinnen, ist wieder alles drin.“

Entsprechend große Bedeutung misst der Abwehrspieler dem Jahresauftakt in Wiedenbrück bei: „Wenn wir da mit einem Sieg starten, sehen wir wieder Land. Dann sind wir schon nicht mehr Letzter. Vor allem wissen wir dann aber, dass wir auf einem guten Weg sind. Nochmal: Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich, drei Spiele zu gewinnen.“

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Trotz der prekären Situation bereut der Niederländer seinen Wechsel nach Uerdingen nicht. „Ich wusste um die Situation des Klubs, dass ein völliger Neuaufbau bevorsteht“, sagt er. „Aber natürlich hatte ich gehofft, dass wir im Mittelfeld der Tabelle stehen. Aber wir hatten auch in der Hinrunde gute Momente, wo wir Spiele hätten gewinnen oder zumindest punkten können.“ Wie zum Beispiel im Hinspiel gegen den SC Wiedenbrück.