KFC Uerdingen: 2:3 gegen SV Wehen Wiesbaden zum Abschied aus Duisburg

Niederlage gegen Wehen : Uerdingens bitterer Abschied aus Duisburg

Der KFC Uerdingen bleibt im Jahr 2019 ohne Heimsieg. Die Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden war zugleich das letzte so genannte Heimspiel des KFC in Duisburg.

Es war für beide Mannschaften eine Generalprobe: Für den KFC Uerdingen vor dem Endspiel um den Niederrheinpokal beim Wuppertaler SV (Samstag, 16.15 Uhr), wo es um den Einzug in den DFB-Pokal geht, für den SV Wehen Wiesbaden vor den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Zweite Liga. Die Generalprobe des KFC ist trotz ansprechender Leistung mit 2:3 (1:2) missglückt.

Acht Heimspiele im Jahr 2019, kein einziger Sieg – das war die verheerende Bilanz des KFC Uerdingen, der sich mit einem Sieg zum Saisonausklang verabschieden wollte. „Den haben die Fans als Dankeschön verdient“, meinte KFC-Trainer Heiko Vogel. Wie zuletzt in Rostock (1:1) bildete Assani Lukimya gemeinsam mit Dominic Maroh und Mario Erb eine Dreierkette, die, wenn der KFC unter Druck geriet, mit den beiden Außen Kevin Großkreutz und Dennis Chesse, der für den gesperrten Christian Dorda spielte, zur Fünferkette wurde.

Doch die Gäste erwischten den besseren Start. Bereits nach sechs Minuten ging der Tabellendritte durch Agyemang Diawusie in Führung, wobei Manuel Konrad nur Geleitschutz gab und nicht attackierte. Der KFC zeigte sich unbeeindruckt und drängte sofort auf den Ausgleich, den eine schöne Kombination über Patrick Pflücke und Osayamen Osawe brachte, die Johannes Dörfler in der 13. Minute vollendete. Drei Minuten später zeigte Schiedsrichter Marcel Gasteier auf den ominösen Punkt – eine fragwürdige Entscheidung. Manuel Schäffler nahm das Geschenk an und brachte Wiesbaden erneut in Führung. Die Uerdinger boten jedoch eine ansprechende Leistung, wobei sich vor allem Pflücke und Kevin Großkreutz hervortaten.

Auch nach dem Wechsel drängten die Blau-Roten auf den erneuten Ausgleich, der bei Chancen durch Connor Krempicki und Osawe jedoch noch verwehrt blieb. In der 70. Minute war es dann endlich so weit. Nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Robertog Rodriguez drückte Osawe den Ball über die Linie. Fünf Minuten später hatte Rodriguez Pech, als sein Lupfer nach gutem Zuspiel von Osawe an die Latte ging. Es passte zum Saisonverlauf, dass sich der KFC mühte, aber der Schuss am Ende sogar noch nach hinten los ging. Einen Konter vollendete Daniel Kyereh in der 78. Minute zum 2:3. Und auch das Pech blieb dem KFC treu, denn Osawe traf in der 83. Minute den Pfosten. An der Einstellung lag es nicht, die Moral war intakt, doch die beinahe 90 Minuten lange Aufholjagd war nicht von Erfolg gekrönt.

Die Uerdinger sind in Duisburg in der abgelaufenen Saison nicht glücklich geworden. In der kommenden Saison werden sie ihre Heimspiele in Düsseldorf austragen, weil die Grotenburg in Krefeld für elf Millionen Euro saniert werden muss und eine weitere Saison nicht genutzt werden kann. Aber in Duisburg wird es auch künftig Drittliga-Fußball geben – dank des MSV.

KFC Vollath - Lukimya, Maroh, Erb (46. R. Rodriguez) - Großkreutz, Konrad (46. Litka), Krempicki, Chessa - Pflücke - Osawe, Dörfler (82. Kefkir)
Wehen Watkowiak - Wachs, Modica, Mrowca (65. Mintzel), Reddemann - Gül (65. Schönfeld), Titsch-Rivero - Diawusie, Kyereh, Hansch - Schäffler (65. Leibold)

Schiedsrichter Marcel Gasteier (Weisel)

Zuschauer 3000
Tore 0:1 Diawusie (7.), 1:1 Dörfler (14.), 1:2 Schäffler (17./Foulelfmeter), 2:2 Osawe (71.), 2:3 Kyereh (79.)
Gelbe Karten Vollath (4) / Mintzel (6)

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